|
Kredit zum Wohnen – einmal anders?
Das sogenannte Fremdwährungsdarlehen könnte für Sie dann interessant sein, wenn
- Sie die Möglichkeit, zu geringeren Zinsen als banküblich zu finanzieren reizt und Sie bereit sind, dafür ein kalkulierbares Risiko einzugehen, um größere Chancen wahrzunehmen
- Ihre Sicherheiten mindestens 30% der Finanzierungssumme betragen,
- Sie sich mit Finanzen und Börsen gerne beschäftigen,
- Sie durch Ihren Kredit – so unvorstellbar das auch klingen mag – noch zusätzlich Liquidität aufbauen wollen durch Aktives Kreditmanagement
- Sie sich bis zu 40% an Gesamtaufwand (im Vergleich zur herkömmlichen Finanzierung in EUR) ersparen wollen!
Wie funktioniert eine Fremdwährungsfinanzierung?
Bei Fremdwährungsfinanzierungen nehmen Sie Ihren Kredit statt in Euro in einer Fremdwährung, zum Beispiel im Schweizer Franken oder Japanischen Yen auf, wobei der Kreditbetrag bei der Bank für die Auszahlung sofort in Euro konvertiert wird.
Rückgeführt wird der Kredit in jener Währung, in welcher dieser aufgenommen wurde, wofür die erforderlichen Devisen gekauft werden. Damit verbunden sind Zins- und Kursschwankungen.
I. Zinsvorteil/Zinsänderungsrisiko
Sie nutzen die Chance, geringere Zinsen zu bezahlen, da in diesen Währungen die Zinsen derzeit niedriger sind als in EUR. Die Zinsfeststellung wird an einen Indikator gebunden, meist den LIBOR und in regelmäßigen Abständen - meist 3 Monate- wird dieser Indikator neu fest gestellt. Selbst, wenn das Zinsniveau steigt, so ist der Abstand zwischen dem Zinssatz des Schweizer Franken und des Euro in der Regel ein Drittel. Haben sich die Zinsen verändert, verändert sich auch der Zinsendienst.
II. Kursänderungsrisiko/Kurschance
Da Sie sich in einer Fremdwährung verschulden und nicht in Euro, verpflichten Sie sich gegenüber der Bank, am Ende der Kreditlaufzeit den Fremdwährungskredit in der gewählten Refinanzierungswährung zurück zu zahlen. Daraus resultiert das Risiko, das sich der Wechselkurs der Fremdwährung zum EUR während der Finanzierungsdauer zu Ihren Ungunsten verändert hat. In diesem Fall müssten Sie einen höheren Kreditbetrag zurückzahlen, als Sie am Beginn aufgenommen haben. Ebenso besteht die Chance, dass der Wechselkurs sich zu Ihren Gunsten verändert, und Sie weniger rück führen müssen.
III. Risiko/Chance aus Veranlagung
Ein Fremdwährungskredit wird mit Tilgungsaussetzung dargestellt. Dabei besparen Sie ein Tilgungsinstrument, dessen Ablaufleistung den Kredit spätestens am Ende der Laufzeit tilgen soll. Die tatsächliche Wertentwicklung des Tilgungsinstrumentes kann die Kalkulation übertreffen, und Sie können den Kredit lange vor Ende der Laufzeit tilgen. Eine zu geringe Wertentwicklung dagegen würde eine Deckungslücke bedeuten, die Sie aus eigenen Mitteln bestreiten müssten.
IV. Keine Anschlußfinanzierung notwendig
Eine Anschlussfinanzierung ist nicht notwendig. Die Kreditverträge eines Fremdwährungsdarlehen können bis zu 25 Jahre ausgestellt werden. Dieser Zeitrahmen ist groß genug, um den Kredit zu tilgen. Die Rahmenbedingungen sind für die gesamte Laufzeit festgelegt, sodass Sie während der Finanzierungsdauer nie in der Situation sind, nachverhandeln zu müssen.
|