
Tradition ganz modern: Leuchtender Gebets-teppich von Soner Ozenc - Foto: blickfang

Der ideale Tisch für Parallel-Leser: Die Bücher werden in Lesezeichen eingehängt.
Von Ünal & Böler Studio - Foto: blickfang

Diesen Händen vertraut man gern seine Garderobe an.
Von maybe design - Foto: blickfang

Immer anders: Dieser Beistelltisch verändert sich mit dem Lichteinfall.
Von zMix - Foto: blickfang
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Wo Integration schon praktiziert wird –
Türkische Designer erobern die deutsche Fachwelt
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die neueste Entwicklung im Design den Endverbraucher ereichen wird. Wie nach dem EU-Beitritt Spaniens neue Impulse von der Iberischen Halbinsel kamen, so wird heute der interkulturelle Austausch mit der Türkei intensiv betrieben. In kurzer Folge vergab das Design Zentrum Nordrhein-Westfalen mehrere „red dots“ an türkische Designer, auf der Blickfang Designmesse in Stuttgart wurde eigens ein „Istanbul-Corner“ eingerichtet und jüngst wurde die Ausstellung „alla turca“ im Haus der Architekten in Stuttgart eröffnet.
Die deutsch-türkischen Beziehungen in der Baukunst und Architektur blicken auf eine lange Geschichte zurück. Ein intensiver Austausch der Ingenieurs- und Baukultur bestand nicht erst seit Kaiser Wilhelms Bagdad-Bahn und setzte sich über die Bautätigkeit von Bruno Taut in Istanbul und Paul Bonatz in Ankara hinaus fort.
Am 21. Mai wurde die Ausstellung „alla turca“ im Haus der Architekten in Stuttgart eröffnet. Was auch immer die europäische Politik für die Zukunft bringen mag – die Architektenkammer praktiziert schon heute einen intensiven Austausch und zeigt die Leistungen einer quirligen Szene im aufstrebenden Markt des ganz nahen Ostens
Türkische Universitäten und süddeutsche Hochschulen pflegen seit Jahren den gegenseitigen Wissenstransfer. Zum engeren Kreis zählen auch die türkische Architektenkammer und Innenarchitektenkammer, das Deutsch-Türkische Business-Center und design-orientierte Industrieunternehmen in beiden Ländern. Die Innenarchitekten in der Türkei sind noch eine recht junge Disziplin. Ihre eigenständige Kammer besteht erst seit sechs Jahren und hat etwa 550 Mitglieder. Voraussetzung für den Eintrag ist ein mindestens vierjähriges Innenarchitektur-Studium. Demnach kämpfen die meist jungen türkischen Innenarchitekten sowohl im eigenen Land aus auch international um ihre Anerkennung als eigenständiger Berufszweig neben den etwa 33.000 Architekten.
Die Ausstellung „Innenarchitektur-Momentaufnahmen“ des Arbeitskreises Innenarchitektur der Architektenkammer Baden-Württemberg tourt aktuell durch die Türkei: am 30. April wurde sie in Istanbul eröffnet und wandert von dort in weitere fünf Universitätsstädte von Ankara bis Trabzon. Im Gegenzug bringt der Arbeitskreis Innenarchitektur eine Ausstellung türkischer Innenarchitektur nach Baden-Württemberg, die im vergangenen Frühjahr an der Istanbuler Commerce University gezeigt wurde. Sie zeigt daraus 17 Arbeiten sowohl türkischer Studenten als auch Projekte türkischer Innenarchitekten. Neben einem international-zeitgemäßen Anspruch vermitteln einige Arbeiten auch traditionelle regionale Elemente oder konzeptionelle Studienentwürfe. So zeugt diese Mischung von lebendiger Kreativität.
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