
Durch dieses Projekt wurde die Idee geboren: Indochina-Café Monsieur Voung, 2001 – Foto: Gesellschaft für bessere Möbel

Alexander Ochs Galleries, Berlin: Das helle Grün und der Bambus vertragen sich gut. – Foto: Gesellschaft für bessere Möbel

Diese Küche in Hiddensee erhält ihr Flair durch das Materialspiel von Schiefer und Bambus – Foto: Gesellschaft für bessere Möbel
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Dem Bambus verschrieben –
Die Gesellschaft für bessere Möbel in Berlin
In einer Welt, in der ständig neue Dinge hergestellt werden und angesichts der ökologischen Probleme, stellt sich die Frage: Soll sich jeder an diesem Prozess des „immer mehr“ beteiligen? Doch es gehört auch zum Wesen des Menschen, seinen Lebensraum zu gestalten. Eine sehr spezielle Lösung fanden Ute Ziegler und Markus Schell aus Berlin. Die Gesellschaft für bessere Möbel wurde 2003 vom Architekturbüro 213 gegründet.
Auf der Suche nach einem innovativen, vielseitig einsetzbaren und zugleich höchsten ästhetischen Ansprüche erfüllendem Material, setzten die beiden Planer schon länger Massivholzplatten aus Bambus ein.
Die leitende Idee hinter den Konzepten von Ziegler und Schell ist immer ganzheitlich. Angestrebt werden homogene Ambiente außen wie innen - räumliche Rahmen, in denen sich ohne Irritation arbeiten und leben lässt. Die Umsetzung dieser Prinzipien wird am Beispiel des Indochinacafés Monsieur Vuong in Berlin deutlich, das 2001 realisiert wurde. Das Streben nach ästhetischer Ausgewogenheit, puristischen Ruhepolen im Raum, fast wie in einer Hommage an die asiatische Wohnkultur, verlangte nach einem adäquaten Rohstoff, den Ziegler und Schell in Bambus gefunden haben. In der Folge planten und realisierten sie Küchen, Bäder, Wohnräume bis hin zu kompletten Interieurs für Hotels, Gastronomie und private Bauherren aus diesem hochwertigen Werkstoff.
Die Idee eine eigene Möbelserie zu kreieren, ergab sich bei der oftmals unbefriedigenden Möbelrecherche für die unterschiedlichen Projekte. Die Objekte waren entweder zu teuer oder von schlechter Qualität bei Material und Fertigung. Mit dem Ziel, bezahlbare Möbel in klassischen Formen aus einem hochwertigen Material zu fertigen, entstand die kleine Kollektion. Durchgängig in einem klaren, auf das Wesentliche reduzierten Design gestaltet, zeichnen sich die Produkte durch Langlebigkeit und natürliche Verarbeitung aus.
Die naturgegebene sehr helle Farbe des Holzes wird wärmer, wenn man es karbonisiert, also erhitzt, und so den hohen natürlichen Zuckeranteil im Bambus „karamellisiert“ – es entsteht ein wohnlicher mittelbrauner Farbton. Das Holz ist in Schichtleimung sehr gut zu massiven hochwertigen Platten zu verarbeiten und hat eine einzigartige Oberflächenstruktur, die z.B. auf Designer-Tischen, -Schränken, -Hockern, -Sideboards und Wandpaneelen gleichermaßen gut zur Geltung kommt, und sich zudem durch eine besonders hohe Strapazierfähigkeit und Haltbarkeit auszeichnet.
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