
Ingo Maurer mit EL.E.DEE, 2001
Foto: Tom Vack, München

Bulb, 1966, Foto: Tom Vack, München

Birdie, 2002, Foto: Tom Vack, München

Porca Miseria!, 1994
Foto: Tom Vack, München
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Adieu Tristesse - Der Lichtgestalter Ingo Maurer
Die Sonne verliert an Kraft und verschwindet oftmals ganz hinter dem Nebel. In den trüben Novembertagen gewinnt das künstliche Licht wieder an Bedeutung. Anlass genug für unsere Innenarchitektin Karin Galán, Ihnen den wohl bedeutendsten Lichtdesigner unserer Zeit und seine Produkte vorzustellen. Kein anderer hat sich dem Gestalten von Licht so konsequent und hingebungsvoll verschrieben wie Ingo Maurer. Bis heute hat er mehr als 120 verschiedene Leuchten und Lichtsysteme entworfen, zahlreiche Ausstellungen mit seinen Installationen verzaubert und eine Vielzahl öffentlicher Bauten und Privathäuser kunstvoll illuminiert.
Als Sohn eines Fischers und Erfinders wurde Ingo Maurer am 12. Mai 1932 auf der Insel Reichenau im Bodensee geboren. Nach einem Grafikstudium in München und einer Ausbildung als Typograph in Deutschland und in der Schweiz, wanderte er 1960 in die USA aus. Dort arbeitete er drei Jahre als freier Designer in New York und in San Francisco. 1963 kehrte Maurer nach Europa zurück und gründete drei Jahre später in München die Firma Design M.
Auslöser für die Karriere des Autodidakten und Selfmademan war seine Faszination für die Glühbirne als „perfekte Verbindung von Technik und Poesie“. Beflügelt von der Pop-Art entwarf er vor 40 Jahren Bulb, eine Tischleuchte in Form einer riesigen Glühbirne - eine Hommage an Edisons geniale Erfindung. Vier Jahre später wurde die Leuchte in die Sammlung des Museum of Modern Art, New York, aufgenommen. Auch mit späteren Entwürfen feierte Maurer die schlichte Schönheit der unverhüllten Glühbirne. Lucellino, die Birne mit den Engelsflügeln aus Gänsefedern, ist inzwischen beinahe zu seinem Markenzeichen geworden.
Doch ist der Wahlmünchener weder Minimalist noch folgt er einer strengen Gestaltungslehre. Ganz im Gegenteil zeichnet Maurers Schaffen eine ungeheure Vielseitigkeit aus. Design ist für ihn eine fröhliche Wissenschaft, für die er sich oft von Alltagsgegenständen inspirieren läßt. Für die Tischleuchte BiBiBiBi entdeckte er in einem Supermarkt rote Vogelbeine aus Plastik. Mozzkito basiert auf einem handelsüblichen Teesieb, in das eine Halogenbirne eingepaßt wurde und der Lüster Porca Miseria! lässt mit seiner Collage aus weißen Keramikscherben an eine Explosion im Geschirrschrank denken.
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