
Nachher: Der Entwurf für das Zimmer eines 13-jährigen Gymnasiasten geht auf die speziellen Vorlieben des Jugendlichen ein.

Vorher: Der alte Grundschul-Schreibtisch bietet wenig Platz zum Lernen, außerdem fällt das Tageslicht in den Rücken.

Vorher: Die an die Wand gereihten Regale und die vielen Poster lassen das Zimmer dunkel und unruhig erscheinen.
|
Jugendzimmer: Struktur statt Chaos
Ein Jugendlicher ist kein Kind mehr - aber er ist auch noch nicht erwachsen. In dieser Lebensphase spielen die Hormone verrückt und eine abenteuerliche Suche nach dem Selbst beginnt. Das Chaos der Gefühle und Gedanken drückt immer sich dort aus, wo der Teenager selbst bestimmen darf: an seiner Kleidung und in seinem Zimmer. Kein Wunder, dass der Raum mit der Zeit einer Räuberhöhle gleicht, wenn zwar Ideen vorhanden sind, aber Handwerkszeug und Mittel zur Umsetzung fehlen.
Wenn also das Zimmer eines Jugendlichen schlecht gegliedert ist, wenig Möglichkeiten zur Ordnung bietet und darüber hinaus mit Accessoires überladen wird, ist dieser Zustand nur bedingt Ausdruck einer chaotischen Persönlichkeit. Denn hier setzt eine Wechselwirkung ein: Nicht nur der Bewohner wirkt auf seinen Rückzugsort, sondern auch der umgebende Raum beeinflusst den Menschen in seinem Wohlbefinden und damit in seinem Verhalten.
Viele Eltern beklagen sich, dass der Sprössling nicht aufräumt, nicht genug lernt, frech ist, sich nicht konzentriert – doch wie soll das gehen, wenn die Umgebung Ordnung und Konzentration verhindert? Darum sollte man sich Zeit nehmen, um sich mit dem Nachwuchs hinzusetzen. Gemeinsam sollten Ideen entwickelt werden, wie der Raum besser strukturiert wird und wie besondere Vorlieben integriert werden können, damit die junge Persönlichkeit sich selbst darstellen und festigen kann.
Genau dies machte unsere Innenarchitektin Karin Galán, als sie mit dem Entwurf für das Zimmer eines 13-jährigen Gymnasiasten beauftragt wurde. Sie analysierte den Raum, befragte den Jungen nach seinem Geschmack, seinen Passionen und seinen Hobbies und klopfte das Budget ab.
Hier geht es weiter...
|