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Wohnungsfee Hallo daheim,

ab sofort stehe ich jedem, der bei wohnung-jetzt.de eine Wohnung sucht oder anbietet, mit Rat und Tat zur Seite. Ich arbeite mit dem Team von wohnung-jetzt.de zusammen und bin als virtuelle Helferin auch bei facebook und twitter für Euch erreichbar und für Euch unterwegs:

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Eure

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Meine Frage an die Wohnungsfee:

Hallo,
ich möchte kurz meine Situation beschreiben:
Ich bin 24 Jahre alt, und Mama von einem kleinen Jungen, der jetzt demnächst auf die Welt kommt. Außerdem habe ich einen Schäfermischling. Momentan wohne ich bei meinen Eltern in meinem alten Kinderzimmer von etwa 12qm. Ich bekomme momentan noch Mutterschaftsgeld in Höhe von ca 1500 Euro, wenn ich Elterngeld bekomme, sind das laut Onlinerechner ca 900 Euro.
Der Vater meines Kindes ist anonym, das heißt, von ihm bekomme ich "offiziell" nichts, er zahlt halt, wenn es sehr eng ist, auch mal ne größere Summe. Ich habe noch dazu momentan einen Kredit laufen, der sich auf ca 400 Euro im Monat beläuft, außerdem noch restliche fixe Kosten, die so ca bei 150 Euro liegen. Das heißt, ohne monatliche Kosten für Lebensmittel und Sonstiges bin ich bereits bei einem monatlichen Kostenfaktor von 550 Euro, den ich leider nicht weiter runterregulieren kann.

Jetzt zu meinen Fragen:

Wie kann ich eine Wohnung für meine kleine Familie finden? Habe ich Anspruch auf Hilfe vom Sozialamt, evtl sogar Anspruch auf eine finanzierte Wohnung?

Was auch eine Überlegung war, war etwas zu kaufen, statt zu mieten, was halten Sie davon?

Wohnungsfee
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Liebe T.,

zunächst denke ich, dass es für Dich wichtig ist, 2 Dinge zu unterscheiden:

1. Deine zukünftige Wohnungssituation

2. Dein zukünftiges Leben als Mutter und alleinerziehende Frau

Für Deine Wohnungssuche: Du solltest auf alle Fälle bei Deiner Wohngemeinde aufs Sozialamt (oder Amt für Wohnungswesen) gehen und Dich dort nach Unterstützungsmöglichkeiten erkundigen. Übers Internet kannst Du ausfindig machen, ob es in Deiner Gemeinde Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsunternehmen gibt, bei denen Du die Chance hast, eine günstige und für Dich und Dein Kind geeignete Wohnung zu bekommen. Dort solltest Du Dich auf alle Fälle bewerben. Du bist ja in Kürze nicht mehr allein, und daher sollte die zukünftige Wohnung ein kindgerechtes Umfeld mit Spielplatz, nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten, Kindergarten, Apotheke und ggf. auch mit Grundschule und mit Kinderarztpraxis haben.

Was Dich bei Deiner Suche unterstützen könnte, wäre wenn z.B. Deine Eltern für Dich bürgen, d.h. wenn sie den Mietvertrag für Deine Wohnung mitunterschreiben und dadurch eine gesamtschuldnerische Haftung begründen. Das können übrigens auch Geschwister oder Onkel/Tanten für Dich tun. Es würde Deine Chancen deutlich steigern, die passende Wohnung bald zu bekommen. Deine Miet-Bürgen müssten dem Vermieter geeignete Bonitätsnachweise stellen können, also über geregelte Einkünfte verfügen.

Wenn das für Dich und Deine Eltern kein Problem ist, kann ich Dir nur gratulieren. Ein guter Familienzusammenhalt ist in Deiner Situation Gold wert.

Aber aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Deine Wohnungssuche mit Hund nicht einfach wird. Für viele Vermieter sind Alleinerziehende mit großen Haustieren ein „No go“. Daher solltest Du überlegen, ob Du das Tier bei Deinen Eltern lassen kannst. Oder es in andere treusorgende Hände übergeben kannst. Gegebenenfalls auch nur für eine Übergangszeit, bis Du Dich gut in der neuen Wohnung eingelebt hast. Dann kannst Du beim Vermieter einen Antrag darauf stellen, das Haustier in die Wohnung zu nehmen.

Du überlegst Dir, eine Wohnung zu kaufen? Den Gedanken finde ich grundsätzlich gut, aber den Zeitpunkt in Deiner jetzigen Situation halte ich für falsch. Jetzt kommt es darauf an, dass Du in Dein neues Leben hineinfindest. Dazu gehört auch, dass Du mit den Ausgaben für ein Baby und später für ein Kleinkind klar kommst. Den Lebensunterhalt für Dein Kind musst Du ja auch bestreiten. Und mit zunehmendem Alter steigen hier die Ausgaben. Dann hast Du ja noch einen Kredit am Laufen. Erst wenn der getilgt ist, bist Du freier. (Wann wäre das?)

Solltest Du die Wohnung von Deiner Familie finanziert bekommen, wäre das keine schlechte Überlegung. Aber das kann auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Auf gar keinen Fall kann ich Dir dazu raten, jetzt weitere Schulden zu machen und Dir mit der Eigentumswohnung ein weiteres Projekt ans Bein zu binden, für das Du ja ebenfalls Verantwortung übernehmen musst.

Tipps: Im Internet nach Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften in Deiner Nähe suchen, dich nach den Möglichkeiten weiterer Unterstützung beim Sozialamt und beim Wohnungsamt nach einer Sozialwohnung zu erkundigen.

Dein zukünftiges Leben als alleinerziehende Mutter:

Wie Du sicher weist, bist Du sehr wahrscheinlich davon betroffen, als arme Frau Dein weiteres Dasein zu fristen. Leider bist Du als alleinerziehende junge Frau besonders vom Armutsrisiko Nr.1 betroffen. Schnell geraten alleinerziehende Frauen in finanzielle Engpässe und müssen dann rasch für weiteres Einkommen sorgen. Dieses finden sie hauptsächlich im Niedriglohnsektor. Damit Dir das nicht passiert, solltest Du Dich schlau machen und Dir eine Mentorin suchen. Eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht, und Dich mit Rat und Tat unterstützt. Mentorinnen kannst Du über Frauennetzwerke finden.

Was mich gar nicht wundert ist, dass der Vater des Kindes anonym bleiben möchte. Aber willst Du das wirklich akzeptieren? Bitte kläre Deine rechtliche Situation – und vor allem die Eures Kindes. Auch hier gibt’s Hilfe bei Kirchen, Frauenverbänden und Netzwerken. Es geht um das Wohl Deines Kindes, nicht nur um Deines.

Tipps: nach Frauennetzwerken, ehrenamtlich tätigen Anwälten und Beratungsstellen für allein erziehende Frauen suchen.

Alles Gute für Dich & Dein Kind wünscht

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