Denkmalschutz nur für Besserverdienende?

Nicht nur für Besserverdienende ist Denkmalschutz attraktiv

Die hohen Abschreibungsmöglichkeiten machen es hauptsächlich für Besserverdienende oder Menschen mit hohem Steueraufkommen attraktiv, eine unsanierte Denkmalschutzimmobilie zu erwerben, sie zu sanieren und anschließend zu vermieten oder selbst zu beziehen. Doch auch für den Durchschnittsverdiener kann sich eine sanierungswürdige denkmalgeschützte Wohnung rechnen, sofern er langfristig sein Einkommensniveau halten und ggf. auch steigern kann.

Die guten Nachrichten sind: Durch die erhöhte Denkmalschutzabschreibung werden über einen Zeitraum von 12 Jahren regelmäßig Verluste aus Vermietung und Verpachtung generiert, die den persönlichen Steuersatz reduzieren. Davon können auch Normalverdiener profitieren. Denn wird z.B. die Steuerersparnis in die Tilgung des Darlehens investiert, welches für die Anschaffung der Immobilie aufgenommen wurde, kann man so mit staatlicher Unterstützung über die Jahre ein Vermögen aufbauen.

Für Durchschnittsverdiener ist es empfehlenswert, die Investition in einem vertretbaren Rahmen zu halten und einen Liquiditätspuffer einzuplanen. Eine alte Regel besagte, dass man nicht mehr wie das 6-fache Jahresgehalt für den Kauf einer Denkmalimmobilie investieren soll. Wer ein Jahreseinkommen von ca. 100.000 Euro oder darunter bezieht, sollte sein Kauf-Budget nach Einschätzung von Experten auf das 3- bis maximal 4-fache Jahresgehalt beschränken.

Häuser in Nürnberg © fotolia / Fotolia_65966153_M / Laguna35

Denn die schlechten Nachrichten sind, dass es bei Denkmalschutzimmobilien einige Stolperfallen und Risiken gibt, die man als Erwerber beachten und kennen sollte. Kalkulieren Bauträger nicht sachgerecht oder ist die Abstimmung mit dem Denkmalamt fehlerhaft, kann das für Erwerber böse Folgen haben. Es wird dann häufig teurer als ursprünglich kalkuliert. Besonders hart trifft es den Käufer, wenn das Denkmalamt mit der vorgenommenen Sanierung nicht einverstanden ist und die Denkmaleigenschaft womöglich vollständig aberkennt. Auch wenn dieses „worst-case-Szenario“ selten eintrifft, so sollte es einen nicht ruinieren. Damit auch Durchschnittsverdiener von einer Denkmalimmobilie profitieren, muss die Anschaffung gründlich gerechnet und solide finanziert werden.

Für Durchschnittsverdiener besonders wichtig:

  • Bestimmen Sie sorgfältig Ihr Kaufbudget und halten Sie sich auch dann daran, wenn das für Sie passende Angebot nicht sofort verfügbar ist.
  • Vorsicht bei günstigen Angeboten: der Denkmalschutz ist nicht günstig und ein Anbieter, der hier nicht ordentlich kalkuliert und Puffer einplant, geht Risiken ein, die ein Käufer womöglich teuer bezahlen muss.
  • Unbedingt auf die Erfahrung und Referenzen des Anbieters achten, denn die Abstimmung mit dem Denkmalamt ist aufwändig und erfordert umfangreiche Kenntnisse, die oft nur spezialisierte Bauträger aufbringen.
  • Achten Sie auf die Seriosität der Berater und ziehen Sie im einen Steuerberater zu Rate.
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