Das historische Ensemble Ronneburger von 1911

Kaufpreis 399.000 €
Größe 1000 m²
04626 Schmölln

Objektdaten

Veröffentlicht am: 18. Juli 2026
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  • Objektbeschreibung

    Erbaut für den Besitzer des benachbarten Gehöfts, Max Schmidt, der 1910 zunächst nur das Haus Nr. 21 plante. Unmittelbar während der Planung wurde diese Planung um ein zweites Mietshaus für den Bauherren Bauer (Nr. 23) erweitert, das bis 1911 errichtet wurde. Seitdem erfuhren beide Häuser nur geringfügige Umbauten und Veränderungen, so im Treppenhaus Nr. 23 durch Einbau einer neuen straßenseitigen Haustür nebst Ladeneinbau im Erdgeschoss in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, teilweisen Ausbau des Dachgeschosses und den nach 1990 erfolgten Austausch von Fenstern im Treppenhaus sowie der Neuverputz der hofseitigen Fassade. Die Häuser Ronneburger Strasse 21 und 23 bilden in leichter Hanglage hohenversetzt eine bauliche Einheit.Beide prägen die Südseite der Ronneburger Strasse und wirken gestaltbildprägend auf das städtebauliche Umfeld aus niedrigeren in ihren Kubaturen kleinteiligen Häusern. Das Hinterland prägt ein Gartengrundstück in Hanglage, das mit Remisen hinter Nr. 21 sowie einem grossem Werkstattgebäude mit Garagenanbau hinter Nr. 23 besetzt ist. Beide Wohnhäuser sind in Formen des späten Jugendstils errichtet, über Kellergeschoss dreigeschossige verputzte Massivbauten mit teilweise ausgebauten, naturrot eingedeckten Satteldächern. Das Erdgeschoss der Nr. 21mit Bänderung im bauzeitlichen Putz und Initialen ,MS" über der bauzeitlich erhaltenen Eingangstür, das der Nr. 23 mit reich ornamentiertem Durchgangsportal und umbauzeitlichem Schaufenster.In den Obergeschossen besitzen beide Häuser eine durchgehend verputzte Fassade mit Gurtbändern und Fensterverdachungen bzw. Rahmungen in Putz und bauplastischem Dekor des Jugendstils. Prägend für das Erscheinungsbild ist eine repräsentative zeittypisch asymmetrische Fassadenausprägung mit risalitartigen Zwerchhäusern im Zentrum. Diese treten unter eigenen Satteldächern, bei Nr. 21 als Krüppelwalm und bei Nr. 23 als mehrfach geschweifter Giebel ausgeführt, als flache Erker leicht aus der Flucht hervor und sind im 2. Obergeschoß reich verziert. Hier sticht bei Nr. 23 ein Zierfachwerk heraus, das auf zeittypische Formen des Heimatschutzstils zurückgreift und eine für Thüringen besondere Mode der Zeit um 1900 darstellt.Die Treppenhäuser mit umbauzeitlichen Farbfassungen je als Zweispänner und bezüglich Raumstruktur und baugebundener Ausstattung in nahezu vollständig bauzeitlich erhalten, hierzu zählend Hauseingangs- und Durchgangstüren, bauzeitliche (Kasten-)Fenster, im Treppenhaus Nr. 21 noch bauzeitlich bunt verglast, ebenso die Wohnungseingangstüren (z. T. mit Oberlicht), Treppenstufen und -geländer, umbauzeitliche Toiletten auf halber Treppe, Innentüren und Fußböden, hofseitige Balkone aus Schmiedeeisen sowie historische Schalter und Wandfassungen.Nach Südosten schließt sich das weitläufige Gartengrundstück an. Hierin befindet sich eine teilweise stark zerstörte Fachwerkremise von 1910 im Hof der Nr. 21 nebst einem zweigeschössigen, großvolumigen, noch im Erdgeschoss teilweise in Kubatur und Fassadengliederung erhaltenen Werkstattgebäude hinter Nr. 23. Diese wurde um 1930 mit einem umbauzeitlichen Garagenanbau nach Süden erweitert und teilweise unterfahren. Das Werkstattgebäude prägt in seiner modernistischen umbauzeitlichen Ausführung die Ansicht der Sachgesamtheit von Süden und definiert Gestalt und Erscheinungsbild der Hofanlage.Diese ist noch durch Reste der bauzeitlichen schmiedeeisernen Einfriedung im Süden eingefasst.

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