Objektbeschreibung
Wer Göttingen hinter sich lässt, beginnt manchmal eine kleine Reise. Der Weg über die sanften Wellen der Dransfelder Hochfläche lässt den Hohen Hagen (492,5 m ü. NN) immer näher rücken - gleichzeitig erlebt man, wie die Landschaft mit jedem Kilometer stiller und weiter wird.Felder und Wiesen ziehen in langen Bahnen über das hügelige Land, alte Buchenwälder legen sich um die Höhen, dazwischen öffnen sich immer wieder Ausblicke, die den Blick bis weit über Südniedersachsen tragen. Hier im Naturpark Münden zeigt die Natur viele Gesichter zugleich: lichte Wiesentäler und schattige Waldwege, orchideenreiche Kalkmagerrasen und die dunklen Basaltspuren eines Berges, der vor Millionen Jahren aus vulkanischer Kraft entstand. Über allem steht der Gaußturm als weithin sichtbares Zeichen. Bei klarem Wetter reicht das Panorama bis zum Harz - und irgendwo zwischen Buchenlaub, Feldfluren und fernem Horizont beginnt jene seltene Form von Landlust, die nicht erst inszeniert werden muss. Sie ist einfach da.Wo Alleinlage wörtlich gemeint istDie Straße hinauf zum Hohen Hagen wird schmaler, die letzten Häuser bleiben zurück, der Wald rückt näher. Schließlich führt ein Forstweg zu einem Ort, der weit und breit für sich allein liegt - ohne direkte Nachbarn, ohne den Verkehr des Alltags. Vor der märchenhaften Kulisse des Buchenwaldes öffnet sich ein gewachsenes Ensemble: das helle Wohnhaus mit seinem tief herabgezogenen Dach, davor weites Grün, seitlich das Wirtschaftsgebäude mit rotem Ziegeldach sowie langgestreckte Neben- und Lagergebäude. Der Wald steht im Rücken wie ein schützender Wall, während sich das Gelände nach vorn zur Landschaft und zum fernen Horizont öffnet. Ein Ort, der nicht abgeschieden wirkt, sondern frei.Historie, die bis heute sichtbar bleibtDie Geschichte dieses Landsitzes beginnt um 1900 - in einer Zeit, als am Hohen Hagen noch Basalt gebrochen wurde und der Berg vom Klang schwerer Arbeit erfüllt war. In unmittelbarer Nähe des historischen Steinbruchs entstand das heutige Wohnhaus als schlichtes, solides Arbeiterhaus: gebaut nicht zur Repräsentation, sondern für die Menschen, deren Leben eng mit dem Berg verbunden war. Als der Steinbruchbetrieb später endete, wurde es stiller am Hohen Hagen. Aus dem Haus der Arbeit entwickelte sich über die Jahrzehnte ein privater Landsitz, behutsam erweitert und modernisiert, ohne seinen ehrlichen Ursprung zu verlieren. Gerade diese Geschichte verleiht dem Anwesen heute seinen besonderen Charakter: Es wurde nicht nachträglich in die Landschaft gesetzt - es ist aus ihr herausgewachsen.7.503 m² Grundstück - das Ensemble im ÜberblickAuf einer Fläche, die etwas größer ist als ein Fußballfeld, vereint dieses historische Unikat alles, was einen echten Landsitz ausmacht. Mittelpunkt ist das um 1900 errichtete Wohnhaus mit ca. 160 m² Wohnfläche, verteilt auf zwei ausgebaute Wohnetagen und ergänzt um einen ausgebauten Dachspeicher sowie einen Teilkeller. Zum gewachsenen Ensemble gehören außerdem ein Wirtschaftsgebäude mit integrierter Werkstatt, eine urige Partyhütte, eine Holz-Gartenhütte und ein solides Pkw-Carport. Zwischen den Gebäuden und der schützenden Waldkante öffnet sich eine sattgrüne Weidelandschaft, die sanft bergab fällt und den Blick weit über das Land trägt. Auch Pferdeliebhaber dürften hier aufmerksam werden: Das Wirtschaftsgebäude bietet Ansätze für die Einrichtung eines luftigen Offenstalls, die unmittelbar anschließenden Flächen versprechen kurze Wege zwischen Haus, Tier und Weide. Ein überschaubares Refugium für eine kleine Pferdehaltung - und ein Ort, an dem Mensch und Tier ihren Alltag tatsächlich miteinander teilen könnten.
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