Objektbeschreibung
Das 4-5 Zimmer Reihenendhaus, mit einer Wohnfläche von ca. 93,43m², wurde im Jahr 1954 in massiver und konventioneller Bauweise erbaut und präsentiert sich als solide Wohnimmobilie, deren bauliche Entwicklung anhand der vorliegenden Genehmigungsunterlagen nachvollziehbar dokumentiert ist. Die klassische Konstruktion des Haupthauses wird durch massive Keller- und Garagenbauteile sowie mehrere funktionale, genehmigte Erweiterungen ergänzt.
Bereits 1966 wurde eine in das Kellergeschoss integrierte Garage genehmigt. Ihre Konstruktion basiert auf tragfähigem Mauerwerk und einer statisch bemessenen Stahlbetondecke. In den Berechnungsunterlagen sind unter anderem Mauerziegel der damaligen Güteklasse Mz 150, Beton B 225 sowie Bewehrungsstahl aufgeführt. Diese robuste Konstruktion bildete später zugleich die Grundlage für die darüber errichtete Wohnraumerweiterung. Im Jahr 1975 wurde der rückwärtige Wohnbereich um ca. 17,17m² erweitert. Der Anbau entstand oberhalb der vorhandenen Kellergarage und öffnet den Wohnraum großzügig in Richtung Garten. Seine Außenwände wurden aus 24 cm starken Ytong-Porenbetonsteinen hergestellt und mit einer Riemchenverblendung versehen. Porenbeton zeichnet sich durch sein vergleichsweises geringes Eigengewicht sowie gute wärmedämmende Eigenschaften aus. Als obere Tragkonstruktion dient eine etwa 20cm starke Filigran- beziehungsweise Hohlsteindecke aus Stahlbeton, die zugleich als Balkonplatte ausgebildet wurde. Der Bodenaufbau wurde mit einem circa 6cm starken schwimmenden Estrich vorgesehen. Die statische Einbindung des Anbaus in das Bestandsgebäude erfolgte über berechnete Stahlträger und entsprechend verstärkte Wandöffnungen.
Der Eingangsbereich wurde 1995 durch einen nicht unterkellerten Windfang mit zusätzlichem WC erweitert. Dieser Anbau ist als gedämmte Holzrahmenkonstruktion ausgeführt. Der Wandaufbau besteht gemäß Baubeschreibung aus einem Holzständerwerk mit Querschnitten von etwa 10 × 10cm, einer 10cm starken Mineralwolldämmung, einer inneren Profilholzbekleidung sowie einer äußeren, hinterlüfteten Fassadenbekleidung auf Holzlattung und Folie. Der Windfang schafft einen geschützten, repräsentativen Hauseingang und verbessert zugleich die funktionale Trennung zwischen Außen- und Wohnbereich.
Ergänzt wird das Gebäude durch einen 1985 genehmigten Carport. Dieser ist als freistehende, Holzkonstruktion mit eingespannten Stützen ausgeführt. Verwendet wurde druckimprägniertes Nadelholz der Güteklasse I. Die Dacheindeckung besteht aus leichten Kunststoffwellplatten auf Holzpfetten. Die Stützen sind über Stahlverbindungen in massiven Einzelfundamenten aus Beton verankert. Die offene Konstruktion bietet einen komfortablen, witterungsgeschützten Stellplatz und fügt sich dezent in das Grundstück ein.
Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Ölheizung des renommierten Herstellers „Viessmann“ (Fabrikat: VitoCell, VEA/VEC I, Baujahr 1994). Der Heizöltank mit einem Fassungsvermögen von rund 3.100 Litern wurde 1970 eingebaut. Der vorliegende Energieausweis weist einen Energiebedarfskennwert von 388,1kWh/(m²a) aus.
Das Endreihenhaus präsentiert sich mit einem gewachsenen, authentischen Charakter und bietet neuen Eigentümern die reizvolle Möglichkeit, die vorhandene Substanz durch eine zeitgemäße Sanierung-/Modernisierung in ein ganz persönliches Zuhause zu verwandeln.
Objektdaten
Energie
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