Denkmal mit Geschichte – Ihr neues Zuhause

Ehemaliges Rat-/Schulhaus, denkmalgeschützes Mehrfamilienhaus in Friedrichsdorf

61381 Friedrichsdorf
Zimmer
12
Wohnfläche
260 m²
Grundstück
160 m²

Dieses historische Haus aus dem Jahr 1788 bietet einzigartige Wohnmöglichkeiten im Herzen von Friedrichsdorf. Erleben Sie Geschichte und repräsentativen Charme in diesem Familienbesitz.

Objektbeschreibung

Hugenottenstrasse 94, 61381 Friedrichsdorf – Wohn- und Geschäftshaus

Das Gebäude ist ein Einzelkulturdenkmal gemäss § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz und war Friedrichsdorfs Rat- und Schulhaus, seit seiner Erbauung 1788 bis 1875. An der Innenseite der originalen und repräsentativen spätbarocken Zweiflügeltür aus Eiche sind „Schüler-Graffiti“ aus der damaligen Zeit erkennbar.

Seit 1907 befindet sich das Haus durchgehend in Familienbesitz.
Es handelt sich um verputztes Fachwerkhaus in gutem Zustand. Die Seite zur Taunusstraße hin wurde 2020/2021 komplett saniert und die defekte Bodenschwelle durch eine neue aus Eiche ausgetauscht. Ferner wurden die Fensterleibungen und die Klappläden erneuert.

Im Erdgeschoss eröffnet sich ein geschmackvolles Entree mit historischem Fliesenboden von 1907; das bleiverglaste längliche Fenster über der Haustür erlaubt einen angenehmen Lichteinfall.
Hier befinden sich je rechts und links großzügige Räume mit einer kleinen Teeküche, geeignet für Büros. Als solche wurden sie jahrelang von einer Rechtsanwaltskanzlei und einem Versicherungsmakler genutzt. Das Erdgeschoss ist mit einer einzelnen Toilette (ebenfalls mit Original-Fliesenboden) und einem Bad mit Toilette, Waschbecken und Badewanne ausgestattet.
Die Fliesen in der Toilette sollten erhalten werden, das Bad kann modernisiert und umgestaltet werden.

Insgesamt sind bauzeitliche Elemente wie die originalen Türen und Beschläge noch vorhanden und sollen erhalten werden. Auch das geschwungene mit Stil-Elementen versehene Treppengeländer stammt aus der Erbauungszeit des Hauses und geleitet uns in den Ersten Stock.

Im Ersten Stock befand sich ursprünglich der Große Sitzungssaal des Rathauses. Mit der Umwandlung in Privatbesitz wurden Wände eingezogen und der ehemalige Saal auf diese Weise in drei Räume unterteilt. In der späteren Geschichte des Hauses wurden Wanddurchbrüche geschaffen und wieder geschlossen. Unter Berücksichtigung der Konstruktion und Statik sind Wanddurchbrüche zur Gestaltung der Räume möglich. Der derzeitige Wohnungszugang vom Treppenhaus aus ist nicht historisch und kann entfernt werden.

Der Erste Stock besteht aus insgesamt 5 Räumen, von denen drei, wegen der erwähnten Umgestaltung von Rathaussaal in Privatwohnung, ineinander übergehen. Entsprechende Veränderungen sind, siehe oben, möglich und mit dem Denkmalschutz vereinbar. Von den fünf Räumen ist einer separat vom Treppenhaus betretbar. Ursprünglich war dieses Zimmer mit dem daneben gelegenen durch eine Schiebetür verbunden. Die Tür ist noch vorhanden und der Durchgang ins andere Zimmer wieder herstellbar.

Da historische Häuser aus dieser Epochen keine Bäder besaßen, wurde im Ersten Stock die neben der Küche befindliche Speisekammer in ein kleines Bad umgestaltet; die ursprüngliche Speisekammertür ist erhalten. Aus der Neuzeit stammen die braunen Bodenfliesen, deren Austausch durch eine freundlichere Farbgebung das Bad erheblich aufwerten würde.

Die Küche ist neuzeitlich mit modernen Einbau-Elementen gestaltet.
Von der Küche aus gelangt man auf die neuzeitliche Terrasse, die im Einklang mit Denkmalschutz-Aspekten neu gestaltet werden kann.

Fortsetzung unter "Bemerkungen zur Ausstattung" (weiter unten)

Terrasse, Keller, Einbauküche, Gäste-WC, Laminat, Teppichboden, Fliesen

Bemerkungen:
Fortsetzung von "Objektbeschreibung"

Wir bewegen uns auf den historischen Eichenstufen weiter nach oben ins Dachgeschoss (vom Erdgeschoss zum Ersten Stock wurden die Stufen mit Laminat belegt, was entfernt werden kann). Ursprünglich befand sich im Dachgeschoss lediglich eine Dienstmädchen-Kammer, der Rest war Trockenboden.

Hier wurden nach dem Krieg Wände eingezogen, damit eine weitere Wohnung entstand. In der Dachwohnung sorgt der noch vorhandene alte Dielenfußboden im Flur und in zwei der vier Räume für besonderen Charme.

In den anderen Räumen befindet sich Teppichboden (die oberste Schicht ist nur am Rand verklebt, darunter sind – vermutlich vollverklebte – Teppichfliesen). Über die historische Dachbodenstiege gelangt man auf den Dachboden, der gut begehbar ist und reichlich Lagerplatz bietet.
Im Badezimmer ist noch eine alte freistehende Badewanne mit historisierenden Klauenfüßen vorhanden. Das Innenleben der Wanne wurde durch einen modernen Einsatz aufgewertet, der die Wanne benutzbar macht. Direkt hinter dem Bad ist ein kleines Zimmer, eben die ursprüngliche Dienstmädchen-Kammer, welche sich gut als Ankleide-Zimmer/begehbarer Kleiderschrank eignet.

In der Küche wurde der Boden nivelliert und mit neuzeitlichem Belag versehen. Auch hier wurde eine moderne Einbauküche installiert.

Das Haus verfügt außerdem über einen großen Keller, der ebenfalls zu Lagerzwecken nutzbar ist. Im der Hugenottenstraße zugewandten Bereich des Kellers wurde ein Werkbank eingerichtet; auch hier gibt es diverse Nutzungsmöglichkeiten. Es wurde ein Glasfaseranschluss installiert.

Das Haus bietet einen schmalen Hof, der durch die Terrasse teil-überdacht ist. Hier lassen sich Topfpflanzen kultivieren und im Sommer ein kühles Glas Apfelwein genießen. Die Heizungsanlage (Gasheizung) ist separat im vom Hof aus zugänglichen Heizungsraum untergebracht. Dieser Heizungsraum ist eine abschließbare sichere Unterbringungsmöglichkeit für Fahrräder.

Bei den Fenstern handelt es sich um Kunststoff-Doppelglasfenster. Im Falle einer Erneuerung müssen eher dem Stil des Hauses entsprechende Holzfenster eingebaut werden.

Klimatechnisch sind folgende Maßnahmen mit dem Denkmalschutz genehmigungsfähig:
•Max. 8 cm Aufdachdämmung über den Sparren
•Wärmepumpe im Hof
•Photovoltaik auf der rückwärtigen Dachseite. Die Paneele müssen bestimmte Bedingungen erfüllen.

Gebäude dieses Alters sind von der Energiepass-Pflicht ausgenommen.

Mit der Denkmalschutzbeauftragten der Unteren Denkmalschutzbehörde Bad Homburg fand eine Begehung des Hauses statt. Das Begehungsprotokoll stellen wir gerne zur weiteren Information zur Verfügung. Die Behörde ist offen für Rückfragen und Beratung direkt vor Ort.

Das Haus ist sehr gut geeignet für Arbeits-/Büro-/Unternehmensbereich im EG und für zwei Familien oder eine große Familie im Ersten Stock und Dachgeschoss und kann sofort bezogen werden.

695.000 € Kaufpreis
Preis pro m²2.673 €/m²
Provisionkeine Provision, courtagefrei
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Ihr Ansprechpartner
Privat vom Eigentümer

Objektdaten

Veröffentlicht am: 28. September 2026
Badezimmer: 3
Schlafzimmer: 4
Energieausweis: Liegt bei der Besichtigung vor
  • Lagebeschreibung

    Friedrichsdorf liegt malerisch im Taunus; das Haus befindet sich im Stadtkern in unmittelbarer Nähe zu vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Die Hugenottenstraße verfügt über einen regen Einzelhandel: zwei Bäckereien, ein Gemüse-/Obst-/Käsegeschäft, eine Traditions-Metzgerei, mehrere Supermärkte, ein großes Einkaufszentrum, Buchhandel, Schneiderei, Floristik.
    Alles problemlos zu Fuß erreichbar. Der S-Bahn-Anschluss mit Verbindung nach Bad Homburg, Frankfurt, Hintertaunus und Wetterau ist 10 min zu Fuß vom Haus entfernt. Der Taunus als Ausflugsziel und für Spaziergänge befindet sich quasi vor der Haustür.
    Infrastruktur (im Umkreis von 5 km):
    Allgemeinmediziner, Kindergarten, Grundschule, Gymnasium, Gesamtschule, Öffentliche Verkehrsmittel

    Kontakt:

    Privat vom Eigentümer - privater Anbieter
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