Objektbeschreibung
Das um 1900 massiv errichtete Wohnhaus hat für Projektentwickler und Kapitalanleger einen besonderen Reiz mit erkennbarem Aufwertungspotenzial. Im Jahr 1974 wurde das Gebäude aufgestockt und um einen rückwärtigen Anbau erweitert. Heute stehen rund 127,28 qm Wohnfläche auf zwei Vollgeschossen sowie circa 20,28 qm zusätzliche Nutzfläche zur Verfügung. Das Grundstück umfasst rund 283 qm. Die Ostseite des Gebäudes ist grenzständig bebaut.
Im Erdgeschoss verteilen sich circa 46,38 qm Wohnfläche auf Küche, Wohn- und Esszimmer, Tageslichtbad sowie Flurbereiche. Das Obergeschoss verfügt einschließlich des anteilig angerechneten Balkons über rund 80,89 qm Wohnfläche. Hier befinden sich vier Wohnräume, eine weitere Küche und ein innenliegendes WC.
Die vorhandene Raumstruktur eröffnet mehrere Entwicklungsmöglichkeiten. Denkbar sind die Modernisierung als großzügiges Einfamilienhaus oder die Prüfung eines Konzepts mit getrennt nutzbaren Wohnebenen. Aufgrund der bereits vorhandenen Küchen bietet sich eine Untersuchung der baulichen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit an. Eine genehmigte Nutzung als Zweifamilienhaus ist bislang nicht belegt. Die baurechtlichen, technischen und brandschutzbezogenen Voraussetzungen müssen daher vorab geprüft werden.
Der rückwärtige Anbau umfasst einen Heizungsraum und einen großzügigen Abstellraum. Laut Sanierungsfahrplan weisen die Wände dort teilweise Feuchtigkeit auf. Eine fachgerechte Ursachenklärung und Sanierung sollte in der Kostenplanung berücksichtigt werden. Der historische Gewölbekeller, der Dachboden, die Außenflächen und zwei Stellplätze im Innenhof ergänzen das Nutzungskonzept.
Die Ausstattung entspricht überwiegend einem älteren Bestandsniveau. Die Fenster stammen größtenteils aus dem Jahr 1974. Der Energiebedarf von 439,9 kWh/(m²·a) zeigt einen erheblichen energetischen Handlungsbedarf. Der individuelle Sanierungsfahrplan vom 11. Dezember 2023 hat hierfür eine strukturierte Grundlage. Er betrachtet unter anderem Dämmmaßnahmen, den Austausch der Fenster, die Verbesserung der Außenwände und die Erneuerung der Heiztechnik.
In der Vergangenheit wurde eine undichte Wasserleitung entdeckt. Eine professionelle Leckageortung sowie die anschließende Öffnung und Bearbeitung der betroffenen Bereiche wurden bereits veranlasst. Die zugehörigen Unterlagen und der abschließende Zustand sollten im Rahmen der technischen Prüfung bewertet werden.
Für Projektentwickler liegt die Chance in der Neuordnung und zeitgemäßen Positionierung des Bestands. Durch eine abgestimmte Sanierung können Wohnqualität, Energieeffizienz und Vermietbarkeit deutlich verbessert werden. Ein Bestandshalter hat für sich die Möglichkeit, die Maßnahmen schrittweise umzusetzen und das Objekt langfristig am Mietmarkt zu etablieren.
Vor dem Erwerb empfiehlt sich eine belastbare Prüfung der Baukosten, der Genehmigungssituation und der erzielbaren Mieten. Auf dieser Grundlage können das passende Nutzungskonzept, die Investitionshöhe und die mögliche Rendite verlässlich bestimmt werden.
Objektdaten
Energie
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