Der klassische Schwedenofen ist in Altbauten ebenso begehrt wie der Kamin. Das liegt daran, weil das Heizen mit Holz in Deutschland eine lange Tradition hat. Der natürliche Energieträger stellt eine unabhängige, gemütliche Wärmequelle dar, mit der Möglichkeit des kostengünstigen Heizens. Oftmals lassen sich durch einen Ofen gleich mehrere Räume erwärmen, während moderne Alternativen die Pellet- oder Hackschnitzelheizung sind. Im Zuge der Klimapolitik wird das Holzheizen allerdings problematisch. Während Befürworter den Brennstoff für klimaneutral halten, da sich das verbrannte CO₂ beim Wachstum der Bäume wieder an diese bindet, sehen Kritiker vor allem die Treibhausgase und den Feinstaub in gesundheitsschädlichen Mengen. Daher stellt sich die Frage, ob das Heizen mit Holz in Oldenburg bald verboten wird.
Gemütliche Wärme mit Ofen und Kamin
Mit fossilen Energieträgern wie Holz ist mehr Unabhängigkeit beim Heizen möglich. Daher stellt der Wärmeerzeuger eine Alternative zur Gas- und Ölheizung dar und bietet besonders mit dem lokalen Bezug einige Vorteile. Sobald die Heizsaison beginnt, ist es möglich, einen Holzspalter zu mieten oder das Holz von Forstunternehmen zu holen und zu Hause zu lagern. Durch verschiedene Öfen gibt es eine große Auswahl, um im Winter Wärme zu erzeugen, wobei sowohl einzelne als auch mehrere Räume geheizt werden können. Ebenso dient der Kamin weiterhin als Raumverschönerung und gestattet am Abend eine gemütliche Atmosphäre mit einem echten Feuer.
Wie nachhaltig ist das Heizen mit Holz?
Da es sich bei Holz um einen regenerativen Brennstoff handelt, gilt das Material auch in modernen Zeiten weiter als nachhaltig. Die Wärmegewinnung ist CO₂-neutral, da dieses nur in der Menge freigesetzt wird, wie der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufnimmt. Durch die Photosynthese speichern Bäume die Energie der Sonne in Form von Biomasse. Dafür wird CO₂ benötigt, um wiederum Sauerstoff freizusetzen. Allerdings entsteht beim Verbrennungsprozess mit Holz auch Feinstaub, sodass nur eine entsprechende Technik verwendet werden sollte, die diesen reduziert.
Verbot für das Heizen mit Holz: Wird es kommen?
Seit 2025 stehen in Brüssel Pläne zur Begutachtung, durch die ab 2027 deutlich verschärfte Grenzwerte für Holzöfen geplant sind. Hierbei soll der erlaubte CO₂-Ausstoß auf 500 mg/m³ gesenkt werden und der Feinstaub-Grenzwert dann bei 28 mg/m³ liegen. Moderne Öfen, die als klimaneutral gelten, schaffen diese Werte kaum. Bisher hat die EU-Kommission hierbei noch kein Verbot vorgesehen, da mit diesem viele Arbeitsplätze gefährdet sind. Dennoch verschärfen sich die Luftreinhaltevorgaben in den kommenden Jahren weiter, und da die Holzfeuerung zur Luftverschmutzung beiträgt, sind für die Zukunft Änderungen in dieser Richtung zu erwarten. Auch Experten wie die Schornsteinfegermeister aus Oldenburg haben zuletzt in einer öffentlichen Diskussion darauf hingewiesen, dass Kamine zwar beliebt, aber hinsichtlich der Emissionen kritisch zu betrachten sind.
Titel Bildquelle: Abby Savage auf unsplash

