Bei einer Baumaßnahme steht der Bauherr verschiedenen Risiken ausgesetzt, die als Bauherrenrisiken bezeichnet werden. Eines dieser Risiken ist das Risiko der Bauzeitenüberschreitung, bei dem unvorhergesehene Verzögerungen während des Baus entstehen können. Diese Verzögerungen rühren oft von außergewöhnlichen Ereignissen her wie Streiks, ungünstigen Witterungsbedingungen oder Lieferengpässen für notwendige Baumaterialien.
Das Risiko der Bauzeitenüberschreitung kann erhebliche Folgen haben. Neben möglicherweise erhöhten Kosten aufgrund zusätzlicher Arbeitsstunden und Lagerkosten, können unerwartete Verzögerungen auch zu Konsequenzen im Zusammenhang mit den Mietsicherheitsfristen führen, wenn der Bau für eine Immobilie planmäßig nicht abgeschlossen wird. Hierbei ist es wichtig, dass die vertraglichen Vereinbarungen zwischen dem Bauherrn und dem Bauunternehmer genau definiert sind.
Um das Risiko der Bauzeitenüberschreitung zu begrenzen, können Bauherren sorgfältige Planung und Vorbereitung vornehmen sowie spezifische Klauseln in den Bauprojektverträgen einbeziehen. Es ist ratsam, einen erfahrene Rechtsanwalt für die Vertragsabwicklung zu konsultieren, um sicherzustellen, dass sämtliche rechtlichen Aspekte berücksichtigt werden.
