Dornröschen sucht Prinzen – Historische Villa mit Parkanlage zu verkaufen !

Kaufpreis 495.000 €
Zimmer 10
Größe 585 m²
08468 Reichenbach im Vogtland

Objektdaten

Veröffentlicht am: 1. Juli 2026
Frei ab: 10. Juni 2026
Energieausweis: Liegt bei der Besichtigung vor
  • Objektbeschreibung

    Den etwas verblichenen Glanz großer Epochen finden Sie in dieser repräsentativen Villa des Konsul Schreiterer von 1912/1928. Sie liegt malerisch eingefügt in einen großen Park mit einem Panoramablick von den Dachterrassen ins hügelige Vogtland, hin zur legendären Göltzschtalbrücke und in Richtung der Residenzstadt Greiz, dem "Klein Salzburg " Thüringens. Wer die historische Textilfabrikanten - Villa, in der Greizer Straße 36 in Reichenbach/Vogtland, betritt, spürt sofort den Atem der Geschichte – und nimmt die Spuren der vergangenen Zeit war. Dieses architektonische und handwerkliche Meisterwerk des Architekten Gottfried Schreiterer, Büro Schreiterer & Below aus Köln, aus dem Jahr 1912, umgebaut und modernisiert im Jahre 1928, unter Leitung des bekannten Architektur-Büro Lossow & Kühn aus Dresden, hat seinen früheren Glanz noch nicht abgelegt. Errichtet 1912, in der Zeit der Reform - Architektur und umfassend umgestaltet, erweitert & modernisiert im Jahre 1928, bedeutet das für diese Villa: Abkehr vom Prunk: Kein historisierender Fassadenschmuck, keine wilden "Klinkerstürme - oder Stuckopern". Stattdessen dominieren edle, großflächige Putzstrukturen und eine klare, fast schon monumentale Geometrie. Baukörper und Dach: Typisch sind mächtige, hochgezogene Walm- oder Mansarddächer, die dem Gebäude seine Würde verleihen, oft kombiniert mit elegant geschwungenen Erkern oder Loggien, hier ein rundes, lichtes "Blumenzimmer", welche aus dem Baukörper herauswachsen. Wohnkultur: Der Fokus lag auf Licht, Luft und Funktionalität. Die Räume wurden um eine zentrale, oft holzgetäfelte Diele herum angeordnet. Das Ganze wurde als Gesamtkunstwerk konzipiert, bei dem die Architektur fließend in den sorgsam gestalteten Villengarten übergeht. Nach einiger Zeit des Leerstands zeigt sich die Substanz heute noch in einem besseren Zustand, als man das erwarten würde. Die Phase der unberührten Ruhe hat ihre Spuren hinterlassen, doch genau hierin liegt die seltene Chance: Diese Villa ist ein echtes, ungeschminkt schlafendes „Dornröschen“ des Vogtlandes. Sie wartet auf einen Prinzen oder eine Prinzessin – auf Individualisten mit dem nötigen Feingefühl und mit einem Hang zu eher ideellen Investitionen, die den Staub der Jahrzehnte wegwischen und dieses historische Juwel behutsam "wachküssen". Zur bisher bekannten Historie: Die Spuren rauschender Feste im Kreise der Macher des Vogtlandes des 20. Jahrhunderts: Es ist noch gar nicht so lange her, da schlug auch hier das gesellschaftliche Herz der Region. In der Zeit vor 1945 wurde die Villa als repräsentativer Wohnort errichtet und genutzt, nachweislich vom bekannten Fabrikanten und späteren Konsul Herbert Schreiterer. In Deutschland weit bekannte Architekten, wie Schreiterer & Below (1912) sowie Lossow & Kühn (1928) planten, erbauten und modernisierten dieses Juwel der Wohnkultur des 20. Jarhunderts. Kriegsende und gesellschaftlicher Wandel: Später, nach dem 2. Weltkrieg, war das Gebäude zunächst den "Jungen Naturforschern" übergeben worden, dann wurde es als "Rudolf-Hallmeyer-Schule" bekannt. Hier wurden die Funktionäre der SED geschult, die mit dem, eigentlich "verpönten Glanz und Gloria der bürgerlichen Wohnkultur", erstaunlich genießerisch & pfleglich umgegangen sein müssen. Nach der friedlichen Revolution, die vom Vogtland, von Plauen aus, am 7. Oktober 1989, die DDR komplett veränderte, ist die Villa als beliebtes Hotel und Eventlocation „Landhaus Villa Reichenbach“ bekannt und beliebt gewesen und so wurde das Anwesen eine feste Institution für Hochzeiten und große Firmenevents. Wer heute durch die verlassenen Räume geht, hört fast noch das Klirren der Gläser und den Nachhall wichtiger Reden.
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