Im Immobilienbau sind Baunebenkosten eine wichtige finanzielle Komponente neben den direkten Baukosten. Diese zusätzlichen Kosten entstehen während des gesamten Bauprozesses und umfassen unter anderem Finanzierungskosten, Makler- und Agenturgebühren sowie Versicherungen wie die Bauherrenhaftpflichtversicherung. Darüber hinaus fallen auch Grundsteuern während der Bauzeit an, Kosten für Architekten und Ingenieure, behördliche Prüfungskosten und Ausgaben für ein Richtfest dazu.
Die Baunebenkosten sind in der DIN 276 standardisiert und bilden eine eigene Kostengruppe (Kostengruppe 700). Sie betragen etwa 15 bis 20 Prozent der gesamten Baukosten. Für Investoren, die sich mit dem Kauf oder dem Bau von Immobilien befassen, ist es wichtig, diese Kosten im Finanzierungskalkül zu berücksichtigen. Dazu gehört auch eine sorgfältige Absicherung gegen mögliche Risiken und die Einbeziehung externer Leistungen wie Bauleitplanungen oder Baubetreuungsleistungen.
Für Mieter, die in neu gebauten Wohnungen oder Häusern einziehen möchten, sind diese Kostengruppen relevant, da sie den endgültigen Verkaufspreis beeinflussen. Es ist daher ratsam, auf der Grundlage von Bauplänen und -schätzungen eine genaue Finanzierungsvorstellung zu erstellen.
