In der Immobilienbranche spielt der Begriff Generalunternehmer eine wichtige Rolle insbesondere in der Baubranche. Ein Generalunternehmer ist ein Unternehmen, das die gesamte Planung und Durchführung eines Bauvorhabens für einen Bauherrn übernimmt. Dieser Kontrakt umfasst nicht nur den Bau selbst, sondern auch alle notwendigen Vorbereitungs- und Nachbereitungsschritte.
Der Generalunternehmer trägt dabei die volle Verantwortung für die Durchführung des Bauprojekts, einschließlich der Beauftragung von Teilnehmern wie Ingenieuren oder Handwerkern. Er übernimmt alle Baukosten auf eigene Rechnung und verpflichtet sich zu einem festen Preis, unabhängig davon, ob die tatsächlichen Kosten höher ausfallen als geplant. Dieses Risiko nennt man das Bauunternehmer-Risiko.
Für den Bauherrn bedeutet dies eine erhöhte Transparenz hinsichtlich der Gesamtkosten und Zeitpläne des Bauprojekts, da er sich auf einen einheitlichen Preis verlassen kann. Allerdings trägt der Bauherr weiterhin das sogenannte Bauherrenrisiko, also die Unwägbarkeiten wie etwa geologische Probleme oder Verzögerungen durch Dritte.
Wichtige Aspekte zu beachten sind die Klarstellung aller Projektmerkmale und -ziele im Vortragvertrag sowie die Überprüfung des Finanzrahmens. Ein gut gestellter Ausschreibungsprozess mit klar definierten Anforderungen verbessert die Wahrscheinlichkeit, dass das Bauvorhaben glatt verläuft und den erwarteten Ergebnissen entspricht.
