Warum der Wohnungsmarkt in 2026 wieder gute Perspektiven bietet

Warum der Wohnungsmarkt in 2026 wieder gute Perspektiven bietet

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Auch wenn wir nicht behaupten, dass alle Probleme gelöst sind, weisen doch gleich mehrere Fakten und Indikatoren auf ein gutes Immobilienjahr 2026! Deshalb gibt es für Wohnungssuchende und Immobilienkäufer viele Gründe, zuversichtlich in dieses Jahr zu starten! Hier sind 5 Fakten, warum wir für 2026 wieder optimistisch sind:

Warum der Wohnungsmarkt in 2026 wieder gute Perspektiven bietet 1

1. Wieder mehr Baugenehmigungen und zusätzlich bereits viele Projekte in der Pipeline

Nach dem schwachen Jahr 2024 zeigen die neuesten Monatsdaten wieder nach oben:

  • Jan–Okt 2025: In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden 159.200 Wohnungen genehmigt, +14,0 % bzw. +19.600 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (Statistisches Bundesamt
  • Auch insgesamt (neue + bestehende Gebäude) waren es 195.400 genehmigte Wohnungen, +11,2 % im Zeitraum Jan–Okt 2025. (Statistisches Bundesamt)

Warum das 2026 hilft: Genehmigungen sind ein Frühindikator. Mehr Genehmigungen bedeuten meist: mehr Baustarts – und später mehr fertiggestellte Wohnungen. Zwar wurden in 2024 weniger Wohnungen fertig gestellt, aber der Bauüberhang lag Ende 2024 bei 759.700 genehmigten, aber noch nicht fertig gestellten Wohnungen, davon 330.000 bereits im Bau. (Quelle: Statistisches Bundesamt). Auch ein hoher Bauüberhang bietet in 2026 ein großes Potential für mehr Wohnungen.

2. Weniger Bürokratie: Der Bau-Turbo ist beschlossen

Für schnellere Verfahren gibt es inzwischen konkrete gesetzliche Schritte:

  • Der „Bau-Turbo“ (Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus/ Wohnraumsicherung) wurde politisch abgeschlossen: Bundestag 9.10.2025, Bundesrat 17.10.2025 kein Einspruch. (BMWSB)
  • Ziel ist ausdrücklich: schneller mehr bezahlbare Wohnungen bauen und weniger Bürokratie; u. a. über eine befristete Sonderregelung im BauGB. (BMWSB)

Warum das 2026 hilft: Wenn Kommunen und Projektierer schneller zu Baurecht kommen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wieder mehr Projekte real umgesetzt werden.

3. Bauen wird wieder einfacher und günstiger

Ein großer Kostentreiber sind Normen/Standards, die über das gesetzlich Notwendige hinausgehen. Hier setzt ein neuer Baustandard, der „Gebäudetyp E“ an:

  • der Gebäudetyp E steht für einfaches, bedarfsgerechtes Bauen und den Verzicht auf kostspielige Standards, die gesetzlich nicht zwingend sind – im Neubau wie bei Umbau/Modernisierung. (Quelle BMWSB, mehr zum Gebäudetyp E finden Sie auf wohnung-jetzt.de in unserem Online-Artikel Wohnungen sollen billiger werden – der Gebäudetyp E kommt)
  • DIN ordnet ein: Ziel sind flexiblere Regeln, Abweichungen sollen nicht automatisch als Mangel gelten (bei klaren Verantwortlichkeiten, Quelle: din-de)

Warum das 2026 hilft: Wenn „Komfortnormen“ seltener zum Muss werden, kann das Baukosten senken – vor allem bei größeren Mehrfamilienhaus-Projekten und standardisierten Wohnungsbauten.

Für Käufer kann es in 2026 auch wieder günstiger werden – dazu tragen die Förderprogramme der staatlichen KfW-Bank bei. In 2026 gibt es wieder mehrere Programme, die den Kauf von Wohnungen sowohl für Selbstnutzer als auch für Kapitalanleger fördern. Neu ist die Förderstufe Effizienzhaus 55, die den etwas niedrigeren Effizienzhausstandard wieder aktiviert. Zinsgünstige Kredite für den Bau oder Erstkauf von Haus oder Eigentumswohnung sind im KfW-Programm „Wohneigentum für Familien – Neubau 300“ erhältlich. Das Programm „Jung kauft Alt“ wurde mit besseren Zinskonditionen ausgestattet. Für Kapitalanleger, die in Neubau-Wohnungen für die Vermietung investieren gibt es zudem eine zusätzliche Förderung durch üppige Sonderabschreibungen (mehr dazu bei wohnung-jetzt.de:

4. Durch mehr Kaufkraft und mehr Kredite zieht die Nachfrage wieder an

Zwei wichtige Indikatoren für den Wohnungsmarkt sind die Reallöhne und die Entwicklung der Immobilienkredite:

Laut dem statistischen Bundesamt sind die Reallöhne im 3.Quartal 2025 um +2,7% gestiegen, (laut Destatis ist das der höchste Anstieg in 2025, Quelle Statistisches Bundesamt)

Wie der Verband Deutscher Pfandbriefbanken  ermittelte, vergaben seine Mitgliedsbanken im 1. Halbjahr 2025 rd. 70,1 Mrd. Euro an Immobiliendarlehen, was ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellt und unter anderem durch Wohnimmobilienfinanzierungen zustande kam. (Quelle: vdp – Verband Deutscher Pfandbriefbanken).

Warum das 2026 hilft: Mehr Kaufkraft und  mehr Kredite für den Kauf von Wohnungen und Häusern führen zu mehr Umzügen, mehr Kaufentscheidungen und bieten insgesamt mehr Marktliquidität.

5. Zinsen zeigen Stabilität und Spielraum nach unten

Wenn sich die Inflation weiter positiv entwickelt, dann steigen im Jahr 2026 die Spielräume für weitere Zinssenkungen! Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ bei ihrer letzten Sitzung am 18.12.2025 die Leitzinsen erneut unverändert. Auch in 2026 könnte es zu weiteren Zinssenkungen kommen, wenn sich die bisherige Entwicklung bei der Inflation fortsetzt.

Unser Fazit: 

2026 könnte für viele Wohnungssuchende und Käufer ein gutes und erfolgreiches Jahr werden! Warum der Wohnungsmarkt in 2026 wieder gute Perspektiven bietet: Dafür sprechen bessere Rahmenbedingungen für Neubau, ein guter Anfang bei der Entbürokratisierung durch beschleunigte Verfahren, wieder mehr Baugenehmigungen und Wohnungsneubau in der Pipeline sowie neue Förderprogramme sowohl für Selbstnutzer, als auch für Kapitalanleger.

Bei wohnung-jetzt.de bieten wir Euch

 

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