Objektdaten
Objektbeschreibung
Im Herzen des historischen Berlin-Zehlendorfs erhebt sich ein wahrhaft prächtiger Baukörper, der nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch eine bewegte Geschichte in sich trägt. Die 1893 erbaute Villa, ein Liebesgeschenk des wohlhabenden Bankiers Alfred Haenschke, ist ein perfektes Beispiel für ein "Hôtel particulier" im Pariser Stil. Inspiriert von den prachtvollen Stadtvillen Frankreichs und den italienischen Palazzi, verkörpert dieses Anwesen den Luxus und die Romantik vergangener Zeiten. In einer Epoche, in der Zehlendorf noch von Feldern und Mühlen geprägt war, entschied sich Haenschke, hier ein Meisterwerk der Baukunst zu errichten, das als Symbol seiner Liebe und seines unermesslichen Reichtums gelten sollte.Ohne Rücksicht auf Kosten oder Mühen zu nehmen, beauftragte Haenschke das renommierte Bauunternehmen Höltzel & Trenner mit der Umsetzung seines Traumes. Die rosafarbene Fassade, die das Gebäude von außen schmückt, sowie die aufwendigen schmiedeeisernen Arbeiten, die vom Pariser Stil inspiriert wurden, verleihen der Villa eine unvergleichliche Eleganz.Die Innenräume sind mit kostbaren Materialien ausgestattet: Prägetapeten aus England und massives Pitch Pine Holz aus Kanada, das für die opulenten Holzverkleidungen und Böden verwendet wurde, zeugen von einem außergewöhnlichen Sinn für Ästhetik und Qualität. Selbst die Zentralheizung, ausgestattet mit gusseisernen Radiatoren, war für die damalige Zeit eine technische Meisterleistung und zeigt das fortschrittliche Denken des Bauherrn.Die Decken der Räume sind mit kunstvollen Gemälden verziert, die Früchte und Geschöpfe aus dem Mittelmeerraum darstellen - eine Hommage an die südliche Lebensart und die Sehnsucht nach Ferne und Exotik. Besonders beeindruckend ist die Veranda im Pompeji-Stil, die mit einer Prunktreppe und kunstvollen Schmiedearbeiten versehen ist, die den Werken des berühmten Parc Monceau in Paris nachempfunden wurden.Die Villa, die im Laufe der Jahre in einen Dornröschenschlaf fiel, wurde in den letzten zwölf Jahren mit größter Sorgfalt und unter der Leitung eines ehemaligen Schülers der französischen Kunstakademie restauriert. Alle ursprünglichen Details, wie die Villeroy & Boch-Fliesen in der Küche, wurden mit Hingabe wiederhergestellt. Auch die Zentralheizung wurde restauriert und mit modernster Solartechnologie kombiniert, sodass die Villa nun den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts gerecht wird, ohne ihren historischen Charme zu verlieren.Die Handwerkskunst und das historische Erbe dieses Anwesens sind so bedeutend, dass die Namen der beteiligten Künstler und Maurermeister - Wilhelm Wolff, Friedrich Lüttich und Paul Rakow - am 21. Oktober 1893 über einer Zwischendecke verewigt wurden. Dieses außergewöhnliche Juwel der Architektur, das die Jahrhunderte überdauert hat, erstrahlt nun wieder in altem Glanz und lädt dazu ein, eine Zeitreise in die Belle Époque Berlins zu unternehmen.Ähnliche Angebote
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