Betriebskosten

Betriebskosten

Alle Kosten, die im Zuge der Nutzung eines Gebäudes entstehen, bezeichnet man als Betriebskosten. Bei Wohnungsmietverhältnissen unterscheidet man – umlagefähige Betriebskosten, mit denen grundsätzlich der Mieter im Rahmen von Betriebskostenabrechnungen belastet werden kann, sowie nicht umlagefähige Betriebskosten, welche wiederum grundsätzlich vom Eigentümer der Wohnung zu tragen sind wie z.B. Rücklagen, Verwaltergebühren, Abschreibungen. Die Jahresabrechnung betreffend der Betriebskosten muss sowohl eine Gesamtabrechnung, die einzelnen Kostenarten entsprechend dem beschlossenen Wirtschaftsplan, die Einzelabrechnungen für die einzelnen Wohnungen als auch den Verteilungsschlüssel enthalten. Die Ausgaben werden mit den Einnahmen aus Hausgeld und eventuellen Sonderumlagen verrechnet. Darüber hinaus muss in der Jahresabrechnung die Entwicklung der Instandhaltungsrücklage dargestellt werden. Folgende einzelne Kostenpositionen werden in der Regel verwendet:

1. Umlagefähige Betriebskosten:

  • Wasserkosten
  • Abwasserkosten (gegebenenfalls getrennt nach Verbrauch von Frischwasser und zu entwässernder Fläche, das hängt von der Abwassersatzung der Kommune ab)
  • Stromkosten der gemeinschaftlichen Beleuchtung
  • Straßenreinigung
  • Grundsteuer – ist zwar Bestandteil der 2. BV und daher auch umlagefähig auf den Mieter, hat aber in der reinen Jahresabrechnung für Wohnungseigentum nichts zu suchen. Diese Kosten sind separat vom jeweiligen Eigentümer zu zahlen.
  • Müllbeseitigung
  • Hausreinigung
  • Kosten des Betriebs eines Aufzugs
  • Heizkosten, wenn eine gemeinschaftliche Heizungsanlage vorhanden ist
  • Gartenpflege
  • Hausmeister (umlagefähiger Anteil)
  • Schornsteinreiniger
  • Hausversicherungen
  • Winterdienst
  • laufende Kosten für eine gemeinschaftliche Antennen- oder Empfangsanlage, z.B. Kabel TV
  • Betriebs- und Wartungskosten für alle gemeinschaftlich genutzten Anlagen/Geräte
  • sonstige umlagefähigen Betriebskosten
  • Dachrinnenreinigung
  • Brennerwartung

2. Nicht umlagefähigen Kosten Hausmeister (z. B. für Instandhaltung, Instandsetzung, Erneuerung, Schönheitsreparaturen)

  • Kontoführungsgebühren
  • Verwalterentgelt
  • Instandhaltungsrücklage
  • sonstige nicht umlagefähigen Kosten (z. B. Anschaffung einer Reinigungsmaschine)

Die Betriebskosten werden auch als ‘zweite Miete’ bezeichnet, weil sie eine immer größere Dimmension erreichten. In der Diskussion um den Klimawandel spielt auch die Einsparung von Energie eine bedeutende Rolle. Zahlreiche Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und damit zur Eindämmung dieser Betriebskostenart werden inzwischen von Bund und Ländern gefördert.

Verwandte Themen

Inserat aufgeben
  • Inserieren Sie einfach und schnell Ihre Wohnung oder Ihr Haus
  • Finden Sie jetzt den richtigen Mieter, Nachmieter oder Käufer
  • Ihr Inserat erscheint bei wohnung-jetzt.de und in den grössten Immobilienportalen
  • Erreichen Sie über 15 Mio Interessenten bereits ab 39,- EUR
  • Umfangreiche Kundenservice mit Anzeigenverwaltung und Kundenhotline

Jetzt inserieren

Immobilien als Kapitalanlage?

Finden Sie hier aktuelle Angebote von seriösen und langjährig erfahrenen Anbietern:

  • Deutschlandweit an guten Standorten und in guten Lagen
  • Für Anleger mit oder ohne Finanzierungswunsch geeignet
  • Provisionsfrei, Beratung direkt vom Anbieter

Angebote ansehen