Dein Wohnzimmer kann mehr

In vielen Wohnungen ist das Wohnzimmer der größte Raum und deswegen auch das wertvollste Zimmer! Sollte man daher nicht das beste draus machen?

wie Du aus Deiner Wohnung ein Wohnparadies machst

Zugegeben – damit daraus Dein persönliches Relaxzentrum entsteht, solltest Du schon ein bisschen Zeit investieren, aber das lohnt sich! Hier die Tipps von einschlägigen Möbelprofis:

Das A und O: die passenden Möbel

Wie stellst Du Dir Dein Wohnzimmer vor: ein Sofa, zwei Sessel, ein Couchtisch und ein Fernseher ? Sicher der erste Gedanke, wenn man an das Wohnzimmer denkt. Im Möbelmarkt findet man dazu ja auch die größte Auswahl an Möbeln, denn das ist der absolute Klassiker. Doch es sind oft die kreativen Lösungen, die den Unterschied machen. Das geht mit verschiedenen multifunktionalen sowie originellen Möbeln und Dekorationselementen, die Dir ebenfalls zur Auswahl stehen und die wir hier einmal näher beleuchten möchten:

  • Hocker mit Stauraum – das sind kompakte, flexible Ablageflächen, auf denen man bequem die Füße hochlegen kann. Mit dem Stauraum schaffst Du mehr Platz in Deinem Wohnzimmer
  • Dekorative Wandspiegel –  erzielen optisch eine Vergrößerung des Raumes und passen sich jedem Stil an
  • Sitzsäcke – Sitzgelegenheiten, die sich dem Körper anpassen und die man einfach und bequem auch in anderen Zimmern platzieren kann
  • Sofas mit Relax- und Schlaffunktion – multifunktionale Möbelstücke, die Dir nicht nur mehr Komfort bieten sondern auch Deinen Übernachtungsgästen eine einfach zu bedienende Schlafgelegenheit ermöglichen
  • Ecksofas – sie passen sowohl in kleine als auch große Räume. Das Ecksofa Angebot ist größer als viele denken und Ecksofas  verbrauchen am wenigsten Platz in deiner Wohnung.
Inspiration Moon (Bild: wozimo.de)

Auf Symetrie bei der Anordnung der Möbel achten

Technisch gesehen sollte man bei der Anordnung der Möbel zuerst beachten, in welche Richtung sich Schränke, Fenster und Türen öffnen lassen und wie weit ein Türradius in den Raum greift.

Platzsparender sind natürlich Schiebetüren, weshalb sie auch immer populärer werden. Probiere einfach mal aus, Deine Sitzmöbel einander zugewandt oder über Eck zu platzieren. Auch die Proportionen sollte man dabei beachten. So ist der Couchtisch in vielen Wohnzimmern zu niedrig, so dass man aus der gemütlichen Sitzposition nach den Gegenständen, die auf dem Couchtisch stehen, oft nicht komfortabel greifen kann.

Besser wäre es also wenn Du stattdessen einen solchen Tisch nimmst, dank dem Getränke, Fernbedienungen und Co. gut erreichbar sind.  Wenn Du einen Fernsehschirm im Wohnzimmer an die Wand montieren willst, solltest Du natürlich auch die Ausrichtung und die Entfernung zum Fernsehgerät berücksichtigen.

Die Wandgestaltung macht den Unterschied

Die Wandgestaltung im Wohnzimmer trägt wesentlich zur Atmosphäre im Raum bei. Daher lohnt es sich, die Wandfläche so zu nutzen, dass dadurch der Boden nicht vollgestellt wirkt. Mit harmonischen Wandfarben kannst du viel zu Deinem Wohlbefinden beitragen. Gefragt sind dabei passende Farbkombinationen, die Dein Wohnzimmer so richtig zur Geltung bringen. Allein bei der Farbauswahl wirst Du auf ein Universum stoßen. Weiteres Kopfzerbrechen können die vielen Möglichkeiten der Wandgestaltung bereiten. Soll man mit Tapeten, mit reinen Farben mit oder ohne Struktur, mit Fototapeten, mit Bilder oder doch lieber ohne Bilder arbeiten…? Dazu ein paar grundlegende Tipps:

  • Sorgt für Gemütlichkeit: die persönliche Bilderwand. Es ist also äußerst überlegenswert, welche und wie viele Bilder, Fotos oder Postkarten und in welchen Rahmen Du sie in Deinem Salon hängst oder hinstellst.
  • Entscheide Dich für helle Farben, wenn Du Deine Wohnung optisch vergrößern möchtest. Dunkle Farben wirken häufig bedrückend und düster. Trotzdem mußt Du auf dunklere Dekorationselemente nicht verzichten, denn sie schaffen besondere Akzente. Entscheide Dich einfach für die Farben, mit denen Du Dich gerne umgibst.
  • Gut für das Raumempfinden ist zudem, wenn Du Alltagsgegenstände und weniger repräsentable Sachen in den Schubladen oder hinter den Schrankfronten eines raumbreiten Wandschranks versteckst.

Richtige Beleuchtung ist das i-Tüpfelchen

Hört sich leicht an, wird aber oft nicht umgesetzt: man sollte stets mehrere Lichtquellen im Wohnzimmer, als auch in der gesamten Wohnung installieren.

Aus unbekannten Gründen wird das Thema Licht bei der Inneneinrichtung oft ziemlich vernachlässigt, wobei die Beleuchtung den Wohlfühlfaktor des Wohnzimmers deutlich steigern kann. Die Auswahl an direkten und indirekten Lichtquellen ist sehr groß. Wie hier vorgehen?

1.    Schritt: für Grundbeleuchtung sorgen

Das kann man z.B. mit Deckenstrahler erreichen. Kein Wunder! Der Raum wird dank der Deckenbeleuchtung gut ausgeleuchtet. Eine Alternative, die zu vielen Wohnstilen passt, wären Pendelleuchten. Beachte dabei, dass eine zu tief hängende Pendelleuchte stören kann und das Licht diffus streuen sollte. Hängelampen mit helleren Stoff- oder Glasschirmen sind  empfehlenswert.

LED-Panels stellen auch eine Alternative zur Grundbeleuchtung dar, aber sie sollten in ausreichender Zahl verbaut werden.

2.    Schritt: zusätzliche Lampen für Lesen und Entspannen

Sobald man für die Grundbeleuchtung gesorgt hat, kann man sich auf weitere Leuchten konzentrieren, die eine schönere Atmosphäre zu Hause schaffen. Eine zusätzliche Lampe zum Lesen oder Entspannen kann uns abends in eine bessere Laune versetzen. Eine solche Beleuchtung hat zwei Funktionen: eine dekorative und funktionale. Interessant weil sehr wirkungsvoll ist ein indirektes Licht, das im Raum ist, aber das Leuchtmittel selbst ist auf den ersten Blick verborgen. Das Licht richtet man gegen den Boden, Wände oder die Decke aus. Eine solche Beleuchtung wird als warm und sanft wahrgenommen.

Einfach umzusetzen: LED-Streifen kann man im Wohnzimmer überall anbringen: hinter dem Sofa, unter dem Bücherregal, an der Decke oder unter dem Sideboard. Auch der Bodenbereich lässt sich schön mit LED-Streifen beleuchten.

Wohnzimmer-Stile

Für Gemütlichkeit und Wohlbefinden in jedem Haus sorgt auch der Stil, der im Wohnzimmer und in der gesamten Wohnung herrscht. Ob Retro-, Boho-, Industrial-, Glamour-, Vintage- oder minimalistischer Stil: die Möglichkeiten bei der Auswahl der passenden Möbelstücke sowie Dekos sind unendlich. Tipps, wie Du Deinen Wohnstil finden kannst:

Beispiel für ein Moodboard (Bild: canva)
  • Lass Dich sich inspirieren. Viele Online-Shops verfügen über eine spezielle Rubrik mit Inspirationen. Darüber hinaus kannst Du auf Online-Pinnwänden viele Grafiken und Fotografien aufstöbern.
  • Ein Moodboard kann Dir dabei helfen, Deinen Wohnzimmer-Stil zu finden. Es ist ein Tool, das zur Weiterentwicklung von Ideen und Konzepten dient, also das Richtige für alle von uns, die keine endgültige Entscheidung bezüglich des Stils treffen können. Deiner Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt – spiele mit Deinen Gedanken und Ideen und kreiere Deinen einzigartigen Stil. Entdecke dabei zudem die Farben, die zu Deiner Wohnung passen.
  • Gebe die favorisierten Farbtöne in eine Suchmaschine ein, um herauszufinden, welche mit Dir selbst und Deinem Haus oder Wohnung harmonieren.

nicht vergessen: Zimmerpflanzen verbessern Dein Raumklima

Wo viel Zeit verbracht wird, will man eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Zimmerpflanzen bringen Natur in den Raum und filtern zudem Schadstoffe aus der Raumluft. Was viele nicht wissen: Zimmerpflanzen sorgen für eine angenehme Raumakustik und fördern unsere Konzentration. Dazu ein paar Vorschläge, welche Pflanzen in Deine Wohnung passen könnten:

  • Schefflera,
  • Dracaena-Arten,
  • Sukkulenten,
  • Kentiapalme,
  • Ficus-Arten, z.B. Birken-, Geigen- oder Kletterfeige.

Fazit: mit ein bisschen Planung und Kreativität holst Du viel mehr aus Deinem Wohnzimmer raus! Und wenn Du erst mal auf den Geschmack gekommen bist – vielleicht verwandelst Du auch Deine restliche Wohnung in ein Wohlfühlparadies!

Autor: Redaktion wohnung-jetzt.de mit freundlicher Unterstützung von wozimo.de