Energie sparen im Haushalt: So wohnen Sie effizienter

Wohnen in Deutschland ist teuer. Viele Menschen hierzulande geben nicht selten bis zur Hälfte ihres monatlichen Gehalts für die Miete und die zugehörigen Nebenkosten aus. Wenn das Einkommen jedoch nicht zu hoch ist, muss jeder Cent zweimal umgedreht werden. Deshalb kann es sich lohnen im Haushalt auf das Sparen von Energie zu achten. Damit wird nicht nur der Geldbeutel geschont, sondern auch die Belastung auf die Umwelt wird minimiert. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie gesammelt, wie sie am besten Energie im Haushalt einsparen können.

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Das Sparen von Energie bietet viele Vorteile

Das Energiesparen gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Dabei steht nicht unbedingt nur der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Mittlerweile hat sich ein Bewusstsein für den Umweltschutz entwickelt, die Menschen wollen aktiv einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Das geht unter anderem beim Sparen von Energie im Haushalt. Denn es gibt nur eine einzige Erde, auf der wir leben.

Wechsel von Strom- und Gasanbietern

Vor allem am Jahresanfang kann es sich für Mieter und Hausbesitzer lohnen, noch einmal einen genauen Blick auf ihre Stromtarife zu werfen. Ein Wechsel kann ihnen möglicherweise ein großes Einsparpotenzial bieten. Versuchen Sie dabei möglichst viele Stromanbieter miteinander zu vergleichen. Insbesondere Haushalte, die noch keinen Wechsel eines Energieanbieters, egal ob Strom oder Gas, vollzogen haben, können teilweise sogar mehrere Hundert Euro pro Jahr einsparen. Das liegt meist nicht nur an den besseren Angeboten, sondern auch an diversen Rabatten und Prämien.

Allerdings sollten Wechsler das Vorhaben nicht ohne weitere Informationen angehen. Gegebenenfalls können sie sich Hilfe bei der Auswahl suchen, beispielsweise in Form von diversen Wechselportalen, bei denen Preis und Leistung der der Energieanbieter miteinander verglichen wird. Achten Sie insbesondere auf Bio- und Öl-Energieanbieter. So können Sie nicht nur Geld sparen, sondern direkt auch noch etwas für den Klimaschutz tun.

Leuchtmittel auswechseln

Die Art der Leuchtmittel, die in den eigenen vier Wänden verwendet werden, können sich auf die Stromrechnung auswirken. Dabei sollten Verbraucher vor allem auf LED-Technik und Energiesparlampen zurückgreifen. Im Baumarkt oder noch besser im Internet lassen sich LED-Birnen oder LED-Röhren kaufen. So ist die Nachrüstung zu Hause ganz einfach. Vorsicht ist jedoch bei Halogenleuchten geboten. Die sind trotz ihrer starken Leistung wahre Energieverschwender.

Ein klarer Indikator, wie es um den Stromverbrauch einer Lampe, einer Röhre oder einer Glühbirne bestellt ist, findet sich bereits auf der Verpackung. Wenn sie mit einem „A“ gekennzeichnet sind, dann sind sie besonders sparsam.

Doch nicht nur das Leuchtmittel, sondern auch das eigene Verhalten, kann die Beleuchtung in der Wohnung effizienter gestalten. Sie sollten immer das Licht ausschalten, wenn Sie den Raum verlassen. Vor allem dann, wenn Sie länger weg sind, kann es sich lohnen. Verlassen Sie den Raum nur für fünf Minuten fällt der gewünschte Effekt deutlich geringer aus. Generell kann diese Änderung des Verhaltens gerade am Anfang sehr viel Disziplin von Ihnen verlangen.

Standby bei Geräten vermeiden

Nur Geräte, die wirklich vom Strom gekappt sind, verbrauchen keine Energie. Werden Geräte, wie beispielsweise der Fernseher oder der Computer, stattdessen aus Bequemlichkeit nur in den Standby-Modus versetzt, verbraucht das nur unnötig Strom, der letzten Endes von niemandem genutzt wird.

Am besten nehmen Verbraucher hier die Geräte direkt vom Netz oder schaffen sich Steckdosenleisten mit einem Kippschalter an. Auf diese Weise kann sich der Standby-Modus umgehen lassen und der Stromverbrauch liegt bei null. 20 Euro lassen sich pro Gerät im Jahr sparen.

Gleiches gilt im Übrigen für Ladegeräte von Smartphones. Sie sollten nach der Benutzung ebenfalls direkt vom Strom genommen werden, damit sie nicht unnötige Energie fressen und Kosten verursachen.

Energieklassen überprüfen

Ein Rundgang durch ihre vier Wände kann sich für Sie, was die Energiekosten angeht, bezahlt machen. Prüfen Sie die vorhandenen Elektrogeräte auf ihre Energieklassen hin. Geräte, die weniger als die Klasse „A“ aufweisen, sollten Sie so bald wie möglich aussortieren. Dabei ist es wichtig, dass Sie vor allem auf die alten Energielabels achten. Sie benötigen viel zu viel Strom. Neuere Geräte verbrauchen dahingegen nur noch einen Bruchteil davon.

Nicht nur können solche neuen Geräte jährlich eine Menge Geld einsparen, sondern sie haben auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt. Wird beispielsweise ein Kühlschrank mit dem alten Label „B“ durch ein Gerät mit der neuen „A“-Kennzeichnung ersetzt, lassen sich pro Jahr rund 160 Kilogramm CO2 einsparen.

Kochen mit Deckel

Vor allem in der Küche wird täglich ziemlich viel Strom verbraucht. Der Kühlschrank läuft die ganze Zeit, fast täglich wird die Spülmaschine benutzt und der Herd wird ebenfalls häufig eingeschaltet. Auch hier lässt sich Strom sparen. Grundsätzlich sollte nämlich nur mit Deckel gekocht werden. Dadurch lässt sich sogar ein Drittel der Energie einsparen als beim Kochen ohne Deckel. Außerdem sollte der Topf dabei immer zur Größe der Herdplatte passen. Ist der Topf zu klein, wird Wärme verschenkt, ist er zu groß ist das nicht effizient. Mit der richtigen Topfgröße und einem Deckel lassen sich pro Jahr sogar zwischen 40 und 50 Euro sparen.

Wasser in den Wasserkocher

Noch sparsamer kocht es sich, wenn das Wasser nicht in Töpfen zu Kochen gebracht wird, sondern im Wasserkocher. Während der Topf mit dem Wasser für die Pasta schon ein paar Minuten braucht, kocht es im Wasserkocher bereits nach zwei Minuten. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Strom und CO2. Rund 90 Kilogramm des Treibhausgases werden so pro Jahr vermieden. Zudem kann das Kochen mit Restwärme Strom einsparen. Wenn Sie beispielsweise beim Kochen von Nudeln 2 Minuten vor Ende der Kochzeit den Herd ausschalten und den Topf geschlossen halten, sparen Sie langfristig ebenfalls Energie ein.

Energiesparfunktionen nutzen

Bei den ganzen Elektrogroßgeräten sollte neben der Energieeffizienzklasse auch die sparsame Nutzung stimmen. Meist haben solche Geräte eine Energiesparfunktion. Hier hält sich jedoch hartnäckig das Gerücht, dass sie dabei nicht richtig säubern. Das stimmt allerdings nicht. Spül- und Waschmaschinen säubern im Energiesparmodus genauso gründlich. Allerdings benötigen sie in der Regel dafür etwas mehr Zeit.

Die Spülmaschine sollte dabei möglichst vollgeladen werden. So ist die Ersparnis hier am größten. Bei der Waschmaschine sollten möglichst niedrige Temperaturen genutzt werden. Eine Vorwäsche ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Auf den Trockner sollte, wenn möglich verzichtet werden.

Bild: unsplash.com, © Riccardo Annandale

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