Einrichtungstrends für das Jahr 2021

Diese Farben, Formen und Materialien sind angesagt

Die eigenen vier Wände sind unser Heiligtum und wir nutzen sie als Rückzugsraum. Im Idealfall verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens in unserer Wohnung. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns darin wohlfühlen. Manchmal braucht es einen Tapetenwechsel, denn irgendwann sieht man sich auch an der eigenen Wohnung satt. Wer noch auf der Suche nach Inspiration ist, für den haben wir die aktuellen Einrichtungstrends für das kommende Jahr zusammengetragen.

Farbtrends 2021 - unsplash.com © David Pisnoy

Farbtrends Frühjahr und Sommer 2021

Vor allem das Farbkonzept spielt in den eigenen vier Wänden eine große Rolle und trägt maßgeblich zum Wohlfühlfaktor bei. Unabhängig von irgendwelchen Trends ist es wichtig, dass einem die Farben gefallen.

Jedes Jahr wählt das Unternehmen Pantone spezielle Farben für die einzelnen Jahreszeiten aus. Demnach wird 2021 definitiv bunt. Im Vordergrund stehen beispielsweise bei den Pantone Farben für das Frühjahr und den Sommer 2021 vor allem Pastellfarben, die an die an die Farbenpracht blühender Blumen angelehnt ist. Aber auch poppige und kräftige Farben spielen eine große Rolle.

Will man diese Farbtrends in der eigenen Wohnung umsetzen, sollte man jedoch einige Dinge beachten. Wenn die Wohnung große Räume hat, empfiehlt es sich mit kräftigen und teils dunklen Farben zu arbeiten. Sie können dabei helfen, große Räume etwas wohnlicher und gemütlicher zu machen.

Auf der anderen Seite, wenn die Wohnung eher klein ist, kann die Farbwahl die Raumwirkung ebenfalls beeinflussen. Helle oder gedeckte Farben lassen Räume größer erscheinen. Farbliche Akzente lassen sich setzen, wenn man beispielsweise nur eine Wand im Raum oder eine Fläche streicht. Unabhängig von der Raumwirkung können verschiedene Töne entsprechende Wirkungen auf unsere Psyche haben.

Ausgefallene Fotowände

Nach wie vor werden im kommenden Jahr Fotowände im Trend sein. Heutzutage kann man zwar immer und überall mit dem Smartphone Fotos aufnehmen. Allerdings ist es schade, dass sie in den Untiefen des Speichers in Vergessenheit geraten. Besondere Momente und Erinnerungen sollten doch immer gut sichtbar gemacht werden.

Fotowände sind hier die beste Lösung, da es mittlerweile eine ganze Reihe an Möglichkeiten gibt, welche anzufertigen. Eine Option sind Fotowände mit sogenannten CusttomShapes. Man kann es sich vorstellen wie Fotofliesen, die beliebig an der Wand angebracht werden. Entweder ist es möglich ein komplettes Bild über mehrere Shapes zu verteilen oder mehrere kleine Fotos in einer bestimmten Weise anzuordnen.

Diese Kacheln gibt es verschiedenen Formen. Ganz klassisch gibt es sie als Quadrate. Etwas ausgefallener wird es mit Kreisen und zum richtigen Blickfang wird die Wand mit Fotos in der Form eines Hexagons. Ein weiterer Vorteil: Die Bilder lassen sich ohne Bohren mit Magneten anbringen und jederzeit wieder abhängen und umarrangieren.

Eine weitere Möglichkeit, um Fotos in der Wohnung in Szene zu setzen, sind Leinwände. Damit wirken die Bilder etwas klassischer und gleichzeitig edler. Fotoleinwände gibt es in verschiedenen Größen. Allerdings sollte man hier die Auflösung der zugrundeliegenden Fotos beachten.

Natürliche Materialien

Der Trend aus diesem Jahr setzt sich bei den Materialien für die Einrichtung der Wohnung fort. Besonders viel Wert wird im Jahr 2021 auf Nachhaltigkeit gelegt. Das bedeutet natürliche Materialien, wie Holz, Stein oder Metall, sind besonders gefragt. Plastik, als schwer abbaubarer Stoff sollte eher vermieden werden.

Selbst bei diesen natürlichen Materialien gilt es einiges zu beachten, vor allem, wenn es ums Holz geht. Dabei sollte man sich vor allem für einen nachhaltigen und regionalen Anbau entscheiden. Das Holz hat dann einen möglichst kurzen Weg hinter sich, wodurch weniger CO2 ausgestoßen wird. Bei der Wahl der Möbel können hier entsprechende Siegel helfen:

  • FSC
  • PEFC
  • Öko-Siegel Naturland
  • Rainforest Alliance
  • Nature Plus
Möbel - unsplash.com © Julien Pier-Belanger

Möbel mit Geschichte

Es müssen zudem nicht immer neue Möbel sein. Oft lassen sich auf Flohmärkten oder bei Kleinanzeigenportalen im Internet wahre Schätze finden, die die Einrichtung in der eigenen Wohnung ergänzen können. Second Hand Möbel sind nachhaltig, denn es müssen keine neuen Produkte gefertigt werden, was den eigenen CO2-Fußabdruck schmälern kann. Gleichzeitig wird weniger Müll verursacht, mit dem zusätzlich umgegangen werden müsste.

In diesem Sinne werden das sogenannte Upcycling und DIY-Möbel im kommenden Jahr eine große Rolle spielen. Das Jahr 2020 hat in vielen Menschen den Heimwerker erweckt und der macht vor selbst gebastelten Möbeln nicht halt. Besonders im Trend sind alte Gegenstände, die einen neuen Zweck bekommen. Beispielsweise lässt sich ein alter Koffer mit etwas handwerklichem Geschick in einen Sessel umwandeln. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Auf diese Weise kann jedes Möbelstück seine eigene Geschichte erzählen, was die Wohnung selbst charmanter und persönlicher werden lässt.

Geradlinig und Minimalistisch

Es ist ein Trend aus dem asiatischen Raum, der langsam aber sicher bei uns ankommt: Wabi-Sabi ist ein japanisches ästhetisches Konzept, das auf die Einrichtung wirken kann. Im Grunde geht es darum, sich auf Einfachheit und Unvollkommenheit zu besinnen. Es geht um Schlichtheit, Geradlinigkeit und Minimalismus.

Dazu sollte man seine Wohnung von allem Unnötigen befreien. In erster Linie bedeutet das zunächst Ausmisten. Stein, Keramik, Beton und Holz sorgen für eine Geradlinigkeit, was die Materialien angeht. Die Formen selbst sind einfach gehalten, können aber auch organisch sein.

Es muss nicht alles perfekt sein, allerdings sollte man sich aufs Wesentliche beschränken und sich von allem Besitz freimachen. So kann uns dieser Einrichtungsstil helfen, das Leben selbst zu genießen und nicht im Konsum zu leben.

Gemütlichkeit an erster Stelle

Am Ende ist es doch wichtig, dass man sich in den eigenen vier Wänden wohl fühlt. In diesem Zusammenhang gibt es noch einen weiteren Wohntrend, dem wir im Jahr 2021 wieder begegnen werden und zwar Hygge, in all seinen Variationen. Vor allem dann, wenn es draußen kalt ist und wir mehr Zeit drinnen verbringen, wollen wir es doch gemütlich haben. Dabei helfen natürliche Materialien, wie etwa Holz oder Fell. Grundsätzlich spielen Stoffe eine große Rolle, wie dicke Decken, in die man sich verkriechen kann und Ähnliches. Die Hauptsache ist, dass es gemütlich ist und gefällt, denn unser Zuhause ist unsere Zuflucht vor dem Alltag. Weitere Tipps Einrichtungstipps haben wir in unserem Bereich Innenarchitektur gesammelt.

Bildnachweise:

  • Bild 1: unsplash.com, © David Pisnoy
  • Bild 2: unsplash.com, © Julien Pier-Belanger
  • Video: youtube.com, © Visit Japan AU