Wenn man eine Immobilie kaufen möchte und dafür einen Hypothekendarlehen aufnehmen will, ist der Beleihungswert ein wesentlicher Faktor. Er gibt an, wie hoch die Darlehenshöhe bei einer Immobilienfinanzierung sein kann. Die Kreditinstitute bestimmen den Beleihungswert grundsätzlich gemäß dem Hypothekenbankgesetz (HBG), welches die Regeln für die Beurteilung von Finanzierungen legt.
Der Beleihungswert ist ein Wert, der unter Berücksichtigung des Marktwerts und weiterer Risikofaktoren wie Baupläne oder Bauzustände berechnet wird. Die Darlehenshöhe darf laut HBG nicht über den gefährdeten Wert hinausgehen, der ebenfalls durch das Gesetz definiert ist. Der Beleihungswert dient also dazu, sicherzustellen, dass die Finanzierung für den Kreditnehmer risikogering und für die Bank sicher ist.
Für Immobilienkäufer bedeutet das, dass sie gegebenenfalls eine höhere Eigenkapitalaufwendung planen müssen als den Marktwert der Immobilie. Die genaue Höhe des Beleihungswerts hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann bei ähnlichen Immobilien stark variieren. Es ist daher ratsam, mit mehreren Kreditinstituten zu verhandeln, um die beste Finanzierungsausstattung zu finden.
Die Ermittlung des Beleihungswertes erfolgt üblicherweise von einem Sachverständigen wie zum Beispiel einem Immobilienmakler oder einem Ingenieur. Für den Immobilienkäufer ist es wichtig, genau zu verstehen, welchen Einfluss die verschiedenen Faktoren auf diesen Wert haben können und welche Möglichkeiten es gibt, ihn durch positive Eingriffe in der Immobilie – wie beispielsweise Sanierungsmaßnahmen – zu erhöhen.
