Die degressive Abschreibung ist ein Finanzierungsinstrument, das Unternehmen dabei unterstützt, die Investitionskosten in einem Immobilienobjekt steuerrechtlich zu streichen. Im Gegensatz zur linearen Abschreibung sinken bei dieser Methode die jährlichen Abschreibungen im Laufe der Nutzung des Objekts kontinuierlich ab.
Anfangs, wenn eine neue Immobilie erworben wird, fallen hohe Kosten an, die mit degressiver Abschreibung rascher und stärker steuerlich abgeschrieben werden können. Dies führt zu einem Vorteil in den ersten Jahren nach der Anschaffung, da sich hierbei höhere Steuergutschriften ergeben als bei gleichbleibenden Abschreibungen.
Die degressive Abschreibung ist besonders für Immobilienobjekte von großer Bedeutung, die einen hohen Erhaltungsbedarf haben oder über lange Nutzungsdauer verfügen. Beispielsweise wird sie in den Fällen der Denkmalschutzabschreibung und Gebäude-AfA (Anschaffungsfernerholung) eingesetzt.
Für Vermieter kann die degressive Abschreibung ein entscheidender Faktor bei der Finanzierung von Immobilieninvestitionen sein, da sie steuerliche Vorteile bietet. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit diese Methode angewendet werden kann. Ein Immobilienanwalt oder Steuerberater kann dabei helfen, die besten Möglichkeiten im Einzelfall zu erkennen und umzusetzen.
Ein weiterer relevanten Aspekt ist der Vergleich zur linearen Abschreibung, bei der sich die Abschreibungen in den Jahren einander gleichbleiben. Die Wahl zwischen degressiver und linearer Abschreibung hängt von den individuellen steuerlichen Bedingungen ab und sollte sorgfältig geplant werden.
Für Mieter ist es weniger relevant, da sie typischerweise keine direkte Einflussnahme auf die Abschreibungsmethoden haben. Dennoch sollten sie verstehen, wie diese Methoden ihre Vermieter potenziell beeinflussen können und welche Auswirkungen das auf Mietkosten oder Immobilienbewertung hat.
