Wann lohnt sich ein Teilverkauf der eigenen Immobilie?

Eine eigene Immobilie zu besitzen, zählt in Deutschland für viele Menschen noch immer zu den größten Lebenszielen. Doch das Eigenheim bringt nicht nur Vorteile mit sich: Es möchte verwaltet, instand gehalten und renoviert werden. Obwohl Häuser und Eigentumswohnung als idealer Wertspeicher gelten, können sie für finanzielle Nachteile sorgen – nämlich dann, wenn Immobilieneigentümer freies Kapital benötigen, das im Eigenheim gebunden ist.

Der Immobilien-Teilverkauf ist eine Alternative zum Gesamtverkauf. Je nach Ausgangssituation kann es sehr lohnenswert sein, einen prozentualen Anteil seiner Immobilie zum Verkauf anzubieten.

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Was genau ist ein Teilverkauf?

Beim klassischen Immobilienverkauf bieten Eigentümer ihr Eigenheim auf dem Markt an – direkt oder über einen Makler. Entscheidet sich jemand für den Kauf der Immobilie, kommt es zum Kaufvertrag und zur Eigentumsüberschreibung beim Notar. Die ehemaligen Eigentümer müssen ausziehen und ihre Schlüssel an die neuen Eigentümer übergeben.

Beim Teilverkauf veräußern Immobilieneigentümer einen prozentualen Anteil ihrer Eigentumswohnung oder ihres Hauses an einen Teilkäufer, der zum sogenannten stillen Teilhaber wird. Der Teilverkäufer muss dabei das geliebte Zuhause aber nicht verlassen, sondern bekommt ein lebenslanges Wohn- und Nutzungsrecht am gesamten Grundbesitz zugesprochen – dem sogenannten Nießbrauchinfo. Der Nießbrauchnehmer zahlt für die Nutzung der verkauften Immobilienanteile ein monatliches Entgelt an den Teilkäufer.

Wie funktioniert der Teilverkauf?

Die Deutsche Teilkauf gilt als seriöser Partner rund um die Verrentung von Immobilien und Teilverkäufe. Um einen Teil der Immobilie an die Gesellschaft verkaufen zu können, sollte man den Immobilienwert kennen. Die gewünschte Geldsumme gibt Aufschluss darüber, wie hoch der zum Verkauf angebotene Anteil sein muss – je hochpreisiger eine Immobilie, desto kleiner der Anteil, der verkauft werden muss.

Bevor die Deutsche Teilkauf ein verbindliches Angebot abgeben kann, sollte ein unabhängiger und zertifizierter Gutachter die Immobilie bewerten. Stimmen die Teilverkäufer dem verbindlichen Angebot zu, kommt es zum Notartermin. Dort wird auch das Nießbrauchrecht gemäß §1030 BGB im Grundbuch verankert. Die Teilverkäufer erhalten dann ihren Auszahlungsbetrag und beginnen mit der Zahlung des monatlichen Nutzungsentgelts.

Vorteile und Nachteile für den Teilverkäufer

Der Teilverkauf einer Immobilie kann lohnenswert sein, denn er bringt verschiedene Vorteile mit sich. Für viele Personen ist finanzielle Freiheit im Alter entscheidend: Zwar sind die Schulen im Alter meist abbezahlt, dennoch reicht die gesetzliche Rente oft nicht für einen unbeschwerten Lebensabend aus. In solch einem Fall bleibt oft nur der Verkauf und der Auszug aus der Immobilie.

Wer eine Immobilie nicht vollständig, sondern nur teilverkauft und sich ein Nießbrauchrecht sichert, muss nicht ausziehen, sondern kann weiter im geliebten Zuhause wohnen bleiben. Mit der Auszahlungssumme erhalten Teilverkäufer finanzielle Freiheit zur Erfüllung ihrer Wünsche.

Weil der Nießbrauch nicht nur ein Wohnrecht, sondern auch die volle Nutzungsgewalt über eine Immobilie beinhaltet, können Nießbraucher die Wohneinheit sogar vermieten und dadurch Einkünfte erzielen.

Doch jede Medaille hat zwei Seiten: So müssen sich Teilverkäufer damit zurechtfinden, dass es einen Miteigentümer gibt. Weil es sich um einen stillen Teilhaber handelt, wirkt sich dies im normalen Alltag jedoch kaum aus. In gewissen Situationen kann ein professioneller Miteigentümer wie die Deutsche Teilkauf sogar einen großen Vorteil bieten: Möchten der Teilverkäufer beispielsweise die Immobilie vollständig verkaufen, dann setzt der Teilkäufer in der Regel alles daran, die Immobilie möglichst gewinnbringend zu vermarkten, sodass beide Parteien vom Verkauf profitieren.

Lohnt sich der Teilverkauf der Immobilie?

Ob es wirklich lohnenswert ist, einen Anteil seiner Immobilie zu verkaufen oder nicht, ist abhängig vom Einzelfall: Ist eine Wohneinheit wenig wert, muss für einen hohen Verkaufserlös ein großer Anteil verkauft werden. Dabei kann der Immobilieneigentümer aber maximal 50 Prozent des Hauses oder der Eigentumswohnung veräußern. In einigen Fällen ist der Teilverkauf also gar nicht möglich, in anderen Fällen ist er theoretisch möglich, praktisch jedoch kaum rentabel. Passen die Voraussetzungen, kann der Teilverkauf von Immobilien aber der Startschuss in einen finanziell flexiblen Lebensabend sein.

Autoreninfo: Redaktion wohnung-jetzt.de mit freundlicher Unterstützung von Deutsche Teilverkauf