WohnungslexikonM › Mehrfamilienhaus

Mehrfamilienhaus

Kurz erklärt

Ein Mehrfamilienhaus ist ein Wohngebäude mit mindestens drei abgeschlossenen Wohneinheiten.

Ein Mehrfamilienhaus ist ein Wohngebäude mit mindestens drei abgeschlossenen Wohneinheiten. Genau daran verläuft die Grenze: Ein oder zwei Wohnungen ergeben ein Ein- oder Zweifamilienhaus, ab der dritten spricht man vom Mehrfamilienhaus. Nach oben gibt es keine Grenze — vom Dreispänner bis zum Wohnblock mit sechzig Parteien fällt alles unter denselben Begriff.

Abgeschlossen heißt: Jede Wohnung ist baulich getrennt, hat einen eigenen Zugang und eine eigene Küche sowie ein eigenes Bad. Diese Abgeschlossenheit ist keine Formsache — sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Wohnungen einzeln als Eigentum aufgeteilt und verkauft werden können (siehe Abgeschlossenheitsbescheinigung).

Für Mieter bedeutet das Mehrfamilienhaus meist die günstigere Lage: Solche Gebäude stehen dort, wo Geschäfte, Schulen und Nahverkehr sind. Der Preis dafür sind Nachbarn hinter dünnen Wänden und geteilte Flächen wie Treppenhaus, Waschküche und Hof.

Für Käufer und Vermieter ist ein Mehrfamilienhaus vor allem eine Streuung des Risikos. Steht eine von zehn Wohnungen leer, fehlen zehn Prozent der Miete — beim Einfamilienhaus fehlt alles. Dafür ist der Aufwand höher: mehr Mietverhältnisse, mehr Abrechnungen, mehr Technik. Wer ein ganzes Haus kauft, trägt die Instandhaltung allein; wer eine einzelne Wohnung darin kauft, wird Teil einer Eigentümergemeinschaft und entscheidet nicht mehr allein.

Nach oben scrollen