Daheim Arbeiten und Wohnen

Wie wir die Corona-Pandemie für mehr Lebensqualität nutzen können

In jeder Krise stecken auch Chancen und nun, da wir gezwungen sind, daheim zu bleiben, suchen wir nach den Chancen und machen das Beste daraus. Dazu haben wir uns überlegt, welche Lehren wir jetzt aus der Corona-Krise für das Wohnen daheim ziehen können und wie wir unser Leben in unseren Wohnungen und Häusern darauf ausrichten sollten.

home-office-4974639_1920-Rolf-Hassel-Pixabay

Daheim Gesundheit schützen und Raumklima verbessern

Wahrscheinlich waren viele Menschen noch nie so lange am Stück daheim wie beim „Shut down“. Wir entdecken in dieser Krise erneut, wie wichtig es ist, gesund zu sein und es auch zu bleiben. Dabei wird oft übersehen, dass unsere Wohnungen und Häuser einen nicht unerheblichen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten können. Mängel und ein ungesundes Raumklima können Ursachen für viele Krankheiten sein. Jetzt ist die Chance, das zu erkennen und zu ändern!

Raumklima verbessern für mehr Wohngesundheit

Raumklima mit Hilfe von Pflanzen verbessern

Eine einfache und kostengünstigste Möglichkeit für ein besseres Raumklima sind Zimmerpflanzen, deren positive Wirkung auf das Raumklima erforschst sind. Grünpflanzen binden Schadstoffe und befeuchten die Luft. Dazu hat die NASA bereits Ende der 80er Jahre eine Studie veröffentlicht, die detaillierte Informationen über die Schadstoff filternden Eigenschaften von rd. 30 Pflanzen liefert.

Faustregel von der NASA:

Mindestens eine Pflanze pro neun Quadratmeter, das entspricht etwa zwei Pflanzen pro Raum. Je größer die Pflanze, desto grösser ist ihr luftreinigender Effekt.

Mehr dazu: NASA Clean-Air-Study

Pflanzen mit luftreinigender Wirkung sind z.B. Efeu, Bambuspalme, Zwergdattelpalme, Grünlilie, einige Farnarten, Drachenbäume und Bogenhanf.

Haustierbesitzer sollten darauf achten, dass keine giftigen Pflanzen (wie z.B. der Efeu) verwendet werden. Manche Pflanzen wie Bogenhanf, Orchidee, Bromelie und die echte Aloe eignen sich sogar für das Schlafzimmer, da sie in der Nacht Kohlendioxid aufnehmen.

Portraits der 10 besten Pflanzen für ein gutes Raumklima haben wir online bei der Swisscom/bluewin gefunden: https://www.bluewin.ch/de/leben/lifestyle/das-sind-die-10-besten-pflanzen-fuer-ein-gutes-raumklima-68574.html

Wofür die Pflanzen außerdem gut sind:

Pflanzen sind ein Stresskiller: Begrünte Wohn- und Büroräume bewerteten die Teilnehmer einer Studie der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau als erfrischender, stressmindernder und konzentrationsfördernder. Pflanzen wirken auch regulierend auf die Raumtemperatur. So weiß man, dass hohe Raumtemperaturen die Konzentrationsfähigkeit mindern, ebenso wie trockene Luft. Beides wird positiv von Zimmerpflanzen beeinflusst.

Studien haben ergeben, dass Arbeitnehmer in begrünten Büros weniger krankheitsbedingte Ausfalltage haben.

Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Mensch bis zu 2.000 Grüntöne unterscheiden kann, dagegen aber nur wenige Rottöne. Der Mensch habe eine Sehnsucht nach der Natur, die sozusagen in den Genen steckt. Also ran an die Zimmerpflanzen.

Quelle: Das Haus „Nie mehr dicke Luft: diese Pflanzen verbessern das Raumklima

Richtig Lüften und Heizen

Kaum zu glauben, aber richtiges Lüften und Heizen wird immer noch vielerorts falsch gehandhabt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat einen einfachen Leitfaden für richtiges Lüften und Heizen entwickelt:

richtig_lueften_tipp1_kp_1200_dl-copyright-BMU-Quelle-BMU

Quelle/Copyright BMU

Tipp

  • Mehrmals am Tag für Durchzug durch kurzes Stoßlüften sorgen
  • Im Sommer länger als im Winter lüften
  • Heizung abdrehen, wenn gelüftet wird

Mehr dazu: https://www.bmu.de/themen/gesundheit-chemikalien/gesundheit-und-umwelt/innenraumluft/richtiges-lueften-und-heizen/

Gesundheitsschädliche Mängel in Wohnungen und Häuser erkennen und beheben

Zu den häufigsten gesundheitsschädlichen Mängeln in Wohngebäuden gehören z.B. Schimmel, Feuchtigkeit im Mauerwerk, Schädlingsbefall, defekte Elektrik und kaputte Heizungen.

Was Mieter und Vermieter bei Mängeln in der Wohnung beachten müssen

Für Mieter gilt: Mängel müssen Sie unverzüglich dem Vermieter melden. Verzögerungen können dazu führen, dass sich die Mängel ausweiten und erheblich teurer in der Beseitigung werden. Dafür können Mieter haftbar gemacht werden.

Für Vermieter gilt: für Mängel haftet der Vermieter, da sie den vertraglich geschuldeten Zustand einer Mietsache einschränken. Vermieter sollten sich daher regelmäßig über den mängelfreien Zustand ihrer Mietwohnungen vergewissern.

Für beide Parteien gilt: Pflegen Sie als Vertragspartner einen regelmäßigen Austausch über den Zustand der Mietwohnung. Vermieter sollten in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit ihren Mietern die Wohnungen besichtigen, um mögliche Mängel frühzeitig zu erkennen und zu beheben und die sachgerechte Belüftung und Beheizung der Wohnung zu besprechen.

Was tun bei Schimmel in der Wohnung?

Bei Schimmel in der Wohnung machen Sie sich erst einmal schlau über das genaue Ausmaß und dokumentieren Sie den Befall. Gute Infos und Tipps haben wir hier gefunden:

Was unser Schimmelexperte dazu rät:
https://www.wohnung-jetzt.de/wohnen/schimmel-in-wohnungen/

Tipps von der Verbraucherzentrale:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/alles-ueber-schimmel-in-wohnungen-6794

Was tun bei Feuchtigkeit im Mauerwerk?

Auch hier sind grundlegende Infos und eine sachgerechte Ursachenbehebung wichtig. Nützliche Ratschläge dazu haben wir hier gefunden:

Herangehensweise und Verfahren zur Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden in Mauern bei den Hausmeister-Infos: http://www.hausmeister-infos.de/index.php/2016-02-16-10-13-12/gebaeude-und-technik/51-wenn-sich-feuchtigkeit-im-mauerwerk-einnistet.html

Bei den Heimhelden:
https://www.heimhelden.de/feuchtigkeit-im-mauerwerk

Was tun bei Schädlingen?

Bei Schädlingsbefall gehört deren Bekämpfung in die Hand von Profis. Alle Infos dazu bietet der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. mit zahlreichen Tipps und Infos für Verbraucher.

Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V.: Infos rund um die Schädlingsbekämpfung in Wohnimmobilien:
https://www.dsvonline.de/fuer-verbraucher.html

Daheim die eigene Resilienz erhöhen und mehr Potential aus Stauräumen und Kellern schöpfen

Resilienz steht für psychische Widerstandsfähigkeit, also die Fähigkeit, durch eigene Ressourcen Krisen zu meistern. Das bringt uns auf den Gedanken, über unsere räumlichen Ressourcen nachzudenken:

Wofür verwenden wir eigentlich unsere Keller und andere Stauflächen? Welchen Sinn sollten wir diesen Räumen zukünftig beimessen? Sollten wir für zukünftige Notfälle und Engpässe nicht besser vorsorgen, indem wir Kellerflächen dazu nutzen, um uns zu bevorraten?

Wir finden, es ist jetzt an der Zeit, um sich auch mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Wer sich für künftige Engpässe und Notfälle wappnen will, überdenkt seine Ressourcen und trennt sich von Überflüssigem:

Begehen Sie ihren Keller und hinterfragen Sie ehrlich, welche Gegenstände schon länger als ein Jahr ungenutzt gelagert werden.
Wofür? Was braucht man wirklich?

Entrümpeln Sie jetzt

Nutzen Sie jetzt die Zeit, um endlich einmal richtig zu entrümpeln. Anregungen und Tipps, wie man dazu am besten vorgeht, haben wir hier gefunden:

Bei der Zeitschrift Schöner Wohnen:
Ausmisten und entrümpeln – 15 Tipps für mehr Ordnung:
https://www.schoener-wohnen.de/einrichten/39653-bstr-10-tipps-fuer-mehr-ordnung

Bei Youtube:
Wer das Wort „entrümpeln“ in das Suchfeld eingibt, erhält zahlreiche Video-Angebote aus Dokus und von Coaches mit Anleitungen und Tipps:
https://www.youtube.com/results?search_query=entr%C3%BCmplen

Vorsorgen und Vorräte anlegen

Die Pandemie zeigt uns, worauf es wirklich ankommt. Dazu gehört es auch, für Notsituationen vorzusorgen. Wir Deutschen gelten als Weltmeister beim Sparen, wir sind aber eher schlecht auf Ereignisse wie eine Pandemie vorbereitet. Neben einer gut bestückten Hausapotheke gehört es ebenfalls zur Daseinsvorsoge, sich zu bevorraten. Ist der Keller erst einmal entrümpelt, sollte es für den Notvorrat auch ausreichend Platz geben.

Unser Fazit: Packen wir das an und bevorraten wir uns!

Ziel des Notvorrats: Sich 10 Tage ohne einkaufen ausgewogen ernähren zu können. Die Angaben der meisten Checklisten beziehen sich pro Person, wobei der Tagesbedarf für einen Erwachsenen bei 2.200 Kcal liegt. Fett, Eiweiße und Kohlehydrate sollten ausgewogen zusammengesetzt sein.

Unsere Tipps und Quellen dazu:

Vorratshaltung & Notvorrat: Was Sinn macht und wie es geht: https://www.wohnung-jetzt.de/wohnen/vorratshaltung-notvorrat/

Checkliste für Getränke und Lebensmittel für einen Notvorrat, empfohlen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Broschueren_Flyer/Buergerinformationen_A4/Checkliste_Ratgeber.pdf?__blob=publicationFile

Weitere Ratgeber von uns rund um das Arbeiten daheim:

Ratgeber Feng Shui:
Was Feng Shui bewirken kann und wo der Aberglaube beginnt:
https://www.wohnung-jetzt.de/wohnen/ratgeber-feng-shui/

Schlafen im eigenen Kinderzimmer:
Wie Eltern die Chancen auf ruhige Nächte erhöhen:
https://www.wohnung-jetzt.de/wohnen/schlafen-im-eigenen-kinderzimmer/

10 Tipps für mehr Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden:
Einfache Ideen zum Ausprobieren:
https://www.wohnung-jetzt.de/wohnen/10-tipps-fur-mehr-gemutlichkeit-in-den-eigenen-vier-wanden/