Den Preis für eine Immobilie bestimmen

Den richtigen Preis für die eigene Immobilie festlegen

Besitzer von Wohnungen und Häusern müssen sich mit den aktuellen Preisen am Immobilienmarkt beschäftigen. Nur so lässt sich der passende Miet- oder Wiederverkaufspreis ermitteln. Ein Makler kann beim Verkauf helfen. Gleichzeitig ist es sinnvoll, sich selbst zu informieren und somit ein Gefühl für das richtige Preismanagement zu bekommen. Folgende Tipps helfen dabei, einen guten Wert festzulegen.

Immobilienpreis bestimmen / Mietspiegel

Um eine Immobilie erfolgreich zu vermieten, ist der passende Preis wichtig. Er sollte zum Objekt passen und realistisch eingeschätzt sein.

Der Immobilienpreis ist beim Verkauf essentiell

Wer seine Bestandsimmobilie verkaufen möchte, kann verschiedene Tipps beherzigen. Ein guter Makler hilft zudem dabei, passende Käufer zu finden. Viele Wohnungsbesitzer legen trotzdem Wert darauf, selbst zu entscheiden, wie hoch der Preis für die Wohnung oder das Haus sein soll. Hier ist es besonders sinnvoll, sich mit den Preisen vergleichbarer Immobilien in der Gegend auseinanderzusetzen. So bekommen Wohnungsbesitzer ein Gefühl dafür, wie hoch sie ihren eigenen Preis ansetzen können. Inserate online und in der Zeitung geben einen ersten Anhaltspunkt. Auch auf speziellen Onlineportalen lassen sich die aktuellen Immobilienpreise nachverfolgen. Hier können Besitzer nach Größe der Wohnung, Lage und Ausstattung filtern und so sehen, wie teuer oder günstig vergleichbare Wohnungen sind.

Wichtig zu bedenken ist, dass für potenzielle Interessenten nicht nur der Preis ausschlaggebend ist. Wer also eine Immobilie verkaufen möchte, sollte das Angebot attraktiv gestalten. Zahlreiche hochwertige Fotos sind unerlässlich, um Personen direkt für das Inserat zu interessieren. Auch detaillierte Informationen zur Wohnung oder zum Haus helfen dabei, einen Käufer zu finden. Für Verkäufer und Vermieter gleichermaßen ist außerdem ein Energieausweis Pflicht, um Wohnung oder Haus verkaufen oder vermieten zu dürfen.

Neben der Kaltmiete kommen weitere Kosten zum Mietpreis hinzu. Der Mietspiegel bietet einen ersten Anhaltspunkt für den passenden Preis.

Vermieter schauen sich den Mietpreisspiegel an

Immobilien dienen schon seit Jahren als Kapitalanlage. Zu diesem Zweck werden Wohnung und Häuser mit Vorliebe vermietet. Um den Mietpreis für die eigene Immobilie festzulegen, ist der Mietpreisspiegel in der Region entscheidend. Viele Städte geben jährlich eine aktuelle Version heraus, anhand der Vermieter ihren Mietpreis festlegen oder anpassen können. Wer seine Wohnung zum ersten Mal vermietet, sollte sich zunächst hier umsehen. Auch bei der Vermietung kann natürlich ein Makler zurate gezogen werden. Immer schlagen sich die Lage und der typische Mietpreis in der Gegend direkt auf die Erfolgsaussichten eines Angebots nieder. Wenn potenzielle Mieter feststellen, dass die inserierte Wohnung sehr viel teurer ist als vergleichbare Wohnungen in ähnlicher Lage, werden sie Abstand davon nehmen, die Wohnung zu mieten. Deshalb ist es unerlässlich, das eigene Angebot realistisch zu gestalten.

Für Vermieter ist es wichtig, laufende Kosten zu berücksichtigen. Wasser-, Grünschnitt- und Abfallentsorgungskosten werden auch vom Vermieter an die entsprechenden Stellen abgeführt und müssen dementsprechend komplett auf die Mieter umgelegt werden. Hier hat der Vermieter meist wenig Spielraum. Bereits beim Inserat sollten in der Miete enthaltene Nebenkosten transparent aufgeführt sein, damit der potenzielle Mieter sich ein Bild von den Kosten machen kann, die ihn erwarten.

Die Ausstattung einer Immobilie wirkt sich direkt auf ihren Preis aus. Hochwertig möblierte Wohnungen können höhere Miet- und Kaufpreise erzielen als schlicht ausgestattete Immobilien.

Individuelle Faktoren für die Preisbestimmung

Um den Preis für eine Wohnung oder ein Haus zu bestimmten, gibt es neben dem Preisspiegel weitere Faktoren. So sind in vielen Städten manche Stadtteile erheblich teurer als andere. Insbesondere zentrumsnahe Gegenden und Villenviertel haben einen höheren Wert pro Quadratmeter und werden dementsprechend zu höheren Preisen vermietet oder verkauft. Städte, an denen dies gut zu erkennen ist, sind beispielsweise Berlin oder Köln. Hinzu kommt die Ausstattung der jeweiligen Immobilie. Je hochwertiger diese ist, desto höher darf ein Preis angesetzt sein. Folgendes gehört zur Ausstattung:

  • Garten und/oder Balkon
  • Keller
  • Garage
  • möblierte Küche oder möblierte Wohnung
  • hochwertige, neue Badausstattung
  • frisch renoviert
  • moderne Heizungsanlage
  • Verwendung erneuerbarer Energien

Hier gilt: Je mehr hochwertige Ausstattungsmerkmale eine Wohnung oder ein Haus aufweist, desto höher können Besitzer den Preis veranschlagen. Es kann also sinnvoll sein, bereits im Vorfeld etwas Geld in die Wohnung zu stecken.

Auf aktuelle Entwicklungen achten

Außerdem ist der Markt mitverantwortlich für den Preis von Immobilien. Hier funktioniert es nach dem Prinzip „Angebot und Nachfrage“. Je geringer die Nachfrage ist, desto günstiger müssen Immobilien sein, um Interessenten zu finden. Möchten mehr Menschen eine Wohnung oder ein Haus kaufen, beispielsweise aufgrund des niedrigen Zinsniveaus, steigen nicht selten die Preise entsprechend an. Zu Beginn des Jahres 2020 hat die Corona-Pandemie für Veränderungen auf dem Immobilienmarkt gesorgt. So sind nun Immobilien in ländlicheren Gegenden gefragter als urbane Lagen. Auch größere Wohnungen mit Arbeitszimmer werden bevorzugt gesucht. Glücklicherweise ist ein Einbruch der Immobilienpreise bisher noch nicht zu befürchten.

Verkäufer und Vermieter sollten aktuelle Marktentwicklungen berücksichtigen, wenn sie ihre Immobilie inserieren. So profitieren sie von diesen Veränderungen und finden umso schneller jemanden, der sich für ihre Immobilie interessiert.