Mietkautionsbürgschaft

Das sollten Sie über eine Mietkautionsbürgschaft wissen

Man muss die Mietkaution nicht in bar bezahlen – Sie können ihrem Vermieter eine Mietkautionsbürgschaft geben. Für wen es sich lohnt und welche Anbieter es gibt finden Sie in unserem Anbietervergleich und in den nachfolgenden Infos.

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Mietkautionsbürgschaft - Studentin mit Sparschwein in ihrer Wohnung © fotolia / contrastwerkstatt

Was ist eine Mietkautionsbürgschaft?

Bisher musste man dem Vermieter beim Einzug in die Mietwohnung einen Geldbetrag in einer Summe von bis zu drei Kaltmieten als Sicherheit geben – die sogenannte Mietkaution. Der Vermieter war verpflichtet, das Geld getrennt von seinem Vermögen aufzubewahren. Zog der Mieter aus, hatte der Vermieter die Kaution für den Mieter abzurechnen und verzinst an ihn zurückzuzahlen.

Nachteile der Barkaution für Mieter

Zusätzlich zur ersten Miete waren weitere 3 Monatskaltmieten aufzubringen. Ganz schön viel Geld, wenn man bedenkt, dass man als Mieter auch noch einen Umzug, Möbel für die Wohnung und Nebenkosten für Strom, Heizung, Müll sowie weitere Gebühren bezahlen muss. Da kommen schnell mal mehrere tausend Euro zusammen.

Vorteile der Mietkautionsbürgschaft für Mieter und Vermieter

Die Mietkautionsbürgschaft entlastet den Mieter von der Zahlung der Kaution. Dazu schließt der Mieter eine Kautionsversicherung ab. Die Versicherung verbürgt sich gegenüber dem Vermieter auf Zahlung der Kaution und sichert so den Mieter vollständig ab. Der Mieter zahlt eine geringe Jahresgebühr für die Bürgschaft, die er als Urkunde an den Vermieter aushändigt. Diese Form der Mietkaution ist am Markt bestens etabliert und wird von vielen Versicherungsanbietern angeboten. Damit Sie als Mieter die für Sie besten Konditionen rasch entdecken könnten, bietet Ihnen wohnung-jetzt.de einen Vergleichsrechner an.

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Die Vorteile der Mietbürgschaft für den Vermieter liegen darin, dass die Mietkautionsbürgschaft die gleiche Sicherheit bietet wie die Barkaution, aber zusätzlich spart sich der Vermieter einen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand. Bisher musste der Vermieter ein Kautionssparbuch oder ein Kautionskonto bei einer Bank für den Mieter eröffnen, das brachte einige Formalitäten mit sich und das kostete Zeit. Kündigte der Mieter das Mietverhältnis, musste der Vermieter dann auch das Kautionssparbuch kündigen und es sich zur Übergabe an den Mieter rechtzeitig aushändigen lassen. Dagegen braucht der Vermieter bei Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft vom Mieter nur die Bürgschaftsurkunde entgegen zu nehmen und sie ihm beim Auszug wieder auszuhändigen. Einfacher und bequemer geht es für den Vermieter nicht.

Infos zu Laufzeiten, Vertragsbestandteilen und Kündigung

Die Mietkautionsbürgschaft wird vertraglich analog zum Mietvertragsbeginn abgeschlossen. Die Laufzeit kann ebenfalls entsprechend der Mietvertragslaufzeit flexibel vereinbart werden. Genauso flexibel kann die Bürgschaftsvereinbarung auch wieder gekündigt werden.

Übersicht der Anbieter für Mietkautionsbürgschaften

So funktioniert Mietkautionsbürgschaft

Der Mieter erhält mit dem Bürgschaftsvertrag eine Bürgschaftsurkunde, die er an seinen Vermieter übergibt. Der Vermieter bewahrt die Bürgschaft solange auf, wie der Mieter in der Wohnung wohnt. Kündigt der Mieter das Mietverhältnis, gibt der Vermieter die Bürgschaft mit seiner Unterschrift auf der Bürgschaft an den Mieter zurück. (Die Unterschrift benötigt die Versicherung als Enthaftungserklärung). Der Mieter sendet die Urkunde dann an die Versicherungsgesellschaft zurück. Diese rechnet auf den Tag genau die Gebühr bei Kündigung ab. Der Mieter spart sich dadurch die Barkaution und der Vermieter spart sich durch die Kautionsbürgschaft Zeit und Verwaltungsaufwand bei gleicher Absicherung.

Was kostet die Mietkautionsbürgschaft?

Das hängt von der zu versichernden Kautionssumme ab. Branchenüblich ist eine Prämie von circa 4,7% der vereinbarten Kautionssumme.

Musterberechnung:
Berechnung-Mietkautionsbürgschaft © Wohnung-Jetzt GmbH
*Durchschnittliche branchenübliche Gebühr von 4,7% jährlich

Was sind die wesentlichsten Unterschiede der Angebote und worauf sollten Mieter achten?

  • Zusätzlicher Mieterschutz: Mieter können wählen, ob die Kautionsbürgschaft einen zusätzlichen Mieterschutz beinhaltet. Wenn der Vermieter bei Auszug eine Forderung gegen den Mieter erhebt, prüfen die Experten die Rechtmäßigkeit der Forderung. Nur wenn die Forderung des Vermieters berechtigt ist, wird die Zahlung geleistet.
    Unsere Meinung: Das kann durchaus vor unberechtigten Zahlungen schützen, wird jedoch nur von wenigen Anbietern als Zusatzschutz angeboten.
  • Absicherung bei Arbeitslosigkeit/Unfall mit Todesfolge: Im Fall einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit/Unfall des Mieters entfällt dann in der Regel für 12 Monate die Gebühr für die Bürgschaft.
    Unsere Meinung: Wer sich von Arbeitslosigkeit bedroht fühlt, findet dieses Angebot bei exakt einem Anbieter. Da jedoch nur eine Jahresgebühr erstattet wird, sind wir von der Sinnhaftigkeit dieser Variante nicht überzeugt.
  • Gratis Transporter, Lagerbox: wer diese Zusatzleistung möchte, sollte sich jedoch vorab beim Anbieter informieren, wann und wie diese Gratisleistungen lokal erhältlich sind.
    Unsere Meinung: wir können uns nicht vorstellen, dass diese Gratisleistung flächendeckend in Deutschland abrufbar ist, daher unbedingt im Vorfeld eines Vertragsabschlusses klären. Wenn es klappt, ist das nach unserer Meinung das beste Add-on.

 

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Barkaution oder Mietkaution – Was ist besser?

Klar ist, dass wenn man die Barkaution nicht in der Tasche hat, über Alternativen nachdenken muss:
Die Barkaution muss man nicht in einem Betrag zahlen, sondern man kann sie in bis zu 3 Monatsraten an den Vermieter überweisen. Wer sich das Geld in der Familie oder bei Freunden borgen kann, kann die Gebühr für die Kautionsbürgschaft sparen.

Am günstigsten ist es, die Kaution in bar zu leisten, auch wenn es dafür keine Zinsen gibt. Wer sein Geld anderweitig investieren möchte, oder es für dringend notwendige Anschaffungen benötigt, für den ist die Mietkautionsbürgschaft eine sinnvolle Alternative.

Vorsicht Falle:

Egal ob Barkaution oder Mietkautionsbürgschaft: wenn der Vermieter am Ende der Mietvertragslaufzeit eine berechtigte Forderung gegen den Mieter hat, muss der Mieter die Forderung bis zur vollen Kautionssumme bezahlen. Die Mietkautionsbürgschaft sichert den Mieter also nicht gegen berechtigte Forderungen des Vermieters ab, sondern stellt lediglich einen Vorschuss dar.

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