Private Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung

Warum private Haftpflichtversicherung?

Diese Versicherung deckt solche Schäden ab, die Sie durch Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit an fremden Personen oder fremden Sachen verüben.

Wenn Sie für einen Schaden verantwortlich gemacht werden können, müssen Sie nach deutschem Recht für die finanziellen Folgen des Schadens bezahlen.

Ebenso gilt das Prinzip, dass Eltern für ihre Kinder bis zu deren Volljährigkeit haften.

Der Gesetzgeber sieht eine grenzenlose Haftung vor. Verursachen Sie einen Großschaden, so haben Sie unter Umständen ein Leben lang für die Kosten zu zahlen. Der Geschädigte kann Sie bis auf das Existenzminimum pfänden.

Das sollte man zur privaten Haftpflichtversicherung wissen:

Es gibt Schadensfälle, die können nicht versichert werden. So übernimmt die Privathaftpflicht-Versicherung keine Ansprüche von Personen, die mit dem Versicherten im selben Haushalt wohnen.
Ebenso haben Sie im Fall von Mietsachschäden an der gemieteten Wohnung schlechte Karten (wenn doch gezahlt wird, ist hier allerdings die Höhe der Zahlung stark begrenzt).

  • Wenn Sie vorsätzlich einen Schaden verursachen, zahlt die Versicherung nicht, da Vorsatz nicht versichert wird.
  • Bei unberechtigten Schadensersatzansprüchen zahlt die Versicherung nicht. Dies beinhaltet für den Versicherten jedoch häufig einen Vorteil, da die Haftpflichtversicherung notfalls bis zum Gericht unberechtigte Forderungen von Geschädigten abwehrt.
  • Haustiere wie Katzen, Vögel und Meerschweinchen, die zum Haushalt gehören, sind mitversichert, Hunde und Pferde dagegen nicht. (Siehe hierzu Tierhalterhaftpflichtversicherung)

Spezielle Risiken sind ebenfalls nicht versichert. Diese Risiken können durch zusätzliche Versicherungen abgedeckt werden. Dazu gehören:

  • Bauherrenpolice und
  • Haus- und Grundbesitzpolice.

Häufiges Problem: Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt?

Dieses Problem ist nach Angaben des Verbraucherschutz-Magazins nicht selten. Die Ursachen sind häufig:

  • unklar formulierte Versicherungsbedingungen,
  • Grenzfälle wo nicht eindeutig fest steht, ob dieser Fall nun versichert ist oder nicht,
  • mangelnde Kundenfreundlichkeit beim Versicherer. Der Kunde wird als Gegner und nicht als Vertragspartner betrachtet. Leider öfters nicht zu unrecht, denn
  • viele Versicherungsnehmer versuchen, ihre Versicherung „abzuzocken“. Versuche, die Versicherungen zu betrügen, führen natürlich dazu, dass die Versicherungen misstrauisch werden.(Quelle:Verbraucherschutz-Magazin)

Laut einer Umfrage im Jahr 2005 soll bereits jeder zweite gemeldete Schadensfall gar kein echter sein.

Zahlt die Haftpflichtversicherung nicht, zieht der Versicherungsnehmer häufig vor Gericht. Die Prozesskosten trägt dann – die Rechtsschutzversicherung.

Soll man eine Haftpflichtversicherung abschließen?

Herr Kronenberg vom Verbraucherschutz-Magazin rät zum Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung, denn die Vorteile und die daraus gewonnene Sicherheit überwiegen. Die Praxis zeigt auch, dass die Versicherungen in der Mehrzahl der Schadensfälle schließlich doch bezahlen.

Tipps für den Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung

Legen Sie Wert auf eine unabhängige Beratung. Dazu gibt es folgende Anlaufstellen:

  • Staatlich von der Justizbehörde zugelassene Rechtsbeistände für Versicherungsberatung (Beratung gegen Honorar)
  • Verbraucher-Zentralen e.V.
  • Versicherungsmakler, die seriös sind.

Tipps für den Schadensfall

  • Bemühen Sie sich um eine ehrliche und zeitnahe Dokumentation des Schadens.
  • Lassen Sie sich die Dokumentation vom Geschädigten bestätigen.
  • Rufen Sie Ihren Versicherungsvertreter hinzu und lassen Sie ihn die Schadensmeldung ausfüllen.

 

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