Warum Bausparen?

Warum ist Bausparen sinnvoll?

Die Frage, warum Bausparen sinnvoll sein kann, beantwortet sich am einfachsten, wenn man die möglichen Alternativen zum Bausparen betrachtet:

Anstelle eines Bausparers könnte man sein Geld auch in andere Sparformen legen, um Kapital für die spätere Anschaffung einer Immobilie aufzubauen. Es eignen sich jedoch nur sichere Sparformen ohne Verlustrisiko für den Sparer, sonst hinkt der Vergleich.

In Frage kommen:

  • Festgeldkonten und
  • Laufzeitkonten.

Da man in der Regel 7 Jahre beim Bausparer ansparen muss, könnte man als Alternative ein Laufzeitkonto mit einer Laufzeit von 7 Jahren suchen. Sofern dies mehr Zins als der Bausparer abwirft, wäre diese Alternative sinnvoll.

Allerdings weiß der Sparer nicht, mit welchen Darlehenskonditionen er in 7 Jahren kalkulieren muss. Dagegen besteht beim Bausparer ja bereits bei Vertragsabschluss eine fixe Darlehenszusage. Alternativ kann man sich über ein sogenanntes Forward-Darlehen Zinsen für ein zukünftiges Darlehen sichern. Jedoch gibt’s Forward-Darlehen maximal 2 Jahre im Voraus. Mit dieser Unsicherheit muss man leben, wenn man sich gegen einen Bausparer als Ansparinstrument entscheidet. In Niedrigzinsphasen ist das für die meisten Sparer verschmerzbar. Jedoch kann keiner langfristig vorhersehen, wie sich die Zinsen entwickeln. Für Menschen, die möglichst sicher sein wollen, empfiehlt sich daher der Bausparer.

Indem Zusammenhang gibt es auch noch eine Besonderheit: Man bekommt zwar bei Vertragsabschluss eine Darlehenszusage, man muss das Darlehen aber nicht in Anspruch nehmen. Bei Darlehensverzicht schütten viele Bausparkassen auf den Sparzins einen zusätzlichen Bonuszins aus. Bei manchen Bausparvarianten gibt es spezielle Zinszusagen, wenn der Bausparer bereits von Beginn an einen Darlehensverzicht signalisiert.

Bestandteile eines Bausparers

Nun hat ein Bauspardarlehen noch einige weitere Komponenten, die im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen abzuwägen sind:

  • Die relativ hohe Tilgung des Bauspardarlehens: Sie beinhaltet Tilgungssätze von bis zu 5% der Darlehenssumme in einem Jahr. Dagegen sind Bankdarlehen bereits ab 1% Tilgung erhältlich. Jedoch führt die hohe Tilgung beim Bausparer auch dazu, dass das Darlehen deutlich zügiger getilgt ist als ein Bankdarlehen, der Bausparer also schneller schuldenfrei ist. Entsprechend geringer sind die Zinszahlungen, die der Bausparer an die Bank abführt.
  • Die Abschlussgebühr beim Bauspardarlehen: Sie fällt bei anderen Darlehensformen nicht an, steckt jedoch in Form von Vertriebs- und Verwaltungskosten im Zinssatz. Ein Teil der in der Regel höheren Zinsen von Bankdarlehen ist also darauf zurückzuführen, dass in den Zinsen auch die Vertriebskosten enthalten sind, wohingegen diese beim Bausparer separat als Abschlussgebühr ausgewiesen werden.
  • Die Wohnungsbauprämie: Sie ist eine staatliche Förderung, die mit einem Bauspardarlehen unter Berücksichtigung von Einkommensgrenzen für Bausparer gewährt wird. Ledige können jährlich 45,06 Euro, Verheiratete 90,11 Euro jährlich zusätzlich als Zuschuss in ihren Spartopf erhalten. Die maximale Förderung beträgt für Ledige 512 Euro, für Verheiratete 1024 Euro (Stand 10/2013).
  • Kombinationsmöglichkeiten mit Riesterförderung: Da der Bausparer auch in Kombination mit einem sogenannten Wohnriester erhältlich ist, kann man über einen Bausparer weitere staatliche Fördermittel beziehen und für den Kapitalaufbau verwenden. Davon profitieren besonders Sparer, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, da sie weitere 200 Euro als einmalige staatliche Zulage bei einem Wohnriester erhalten. Alle Sparer erhalten einkommensunabhängig eine jährliche Grundzulage von 154 Euro und Sparer mit Kindern zusätzlich eine Kinderzulage pro Kind.

Fazit:

Bausparen lohnt sich insbesondere dann, wenn man die Fördermittel, die es im Zusammenhang mit dem Bausparen gibt, abschöpfen kann:

  • Wohnungsbauprämie (wird gewährt für Ledige mit zu versteuerndem Jahreseinkommen unter 25.600 Euro, Verheiratete unter 51.200 Euro; Stand 10/2013)
  • Riesterförderung (besonders attraktiv für Sparer unter 25 Jahre wegen Sonderzulage von 200 Euro; zusätzlich jährliche Sonderzulage von 154 Euro und Kinderzulagen)
  • Hin und wieder ausgelobte Sparzulagen als Sonderaktion einzelner Bausparkassen

Schließlich lohnt sich Bausparen auch für Sparer, die Geld für 5 bis 7 Jahre zu besseren Konditionen als auf dem Sparbuch anlegen möchten.

Für die Finanzierung einer Immobilie kann man das Bauspardarlehen als Finanzierungsbaustein frühzeitig einplanen mit der Sicherheit, dass die zugesagten Zinssätze garantiert sind. Das schafft Planungssicherheit.

Denn in der Regel sind die Zinssätze für Bauspardarlehen günstiger als die Zinssätze für die Bankdarlehen.

Im Vergleich der Konditionen von Bausparzinsen zu Darlehenszinsen ist es wichtig zu wissen, dass die Konditionen der Bankdarlehen auch von der persönlichen Bonität abhängig sind. Darlehensnehmer, die über einen Bausparer verfügen, haben es leichter, eine Bank von ihrer soliden Bonität zu überzeugen. Wer regelmäßig einen Bausparer angespart hat, kann dadurch auch eine bessere Bonitätsnote erwirken und günstigere Darlehenskonditionen für weitere Darlehen aushandeln.

Man sollte jedoch das Bauspardarlehen in vertretbarer Höhe ansetzen. Denn meistens ist ein zusätzliches Bankdarlehen erforderlich, um die spätere Immobilienanschaffung finanziell stemmen zu können. Grundsätzlich muss man die höhere Tilgung des Bauspardarlehens berücksichtigen, wenn man einen Bausparer mit einem Bankdarlehen kombiniert.

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