Das Hochparterre ist ein erhöhtes Erdgeschoss: Der Wohnungsboden liegt nicht auf Straßenniveau, sondern etwa eine halbe Etage darüber — erreichbar über einige Stufen. Der Begriff stammt aus dem Französischen („hohes Parterre“) und findet sich vor allem in Altbauten der Gründerzeit.
Wichtig zur Einordnung: Das Hochparterre ist kein erstes Obergeschoss, sondern das angehobene Erdgeschoss. Der Grund für die Anhebung war praktisch: Darunter liegt ein hohes Kellergeschoss (Souterrain), das früher Wirtschaftsräume oder eine Hausmeisterwohnung aufnahm. Das Anheben hielt die Wohnräume vom feuchten Boden und vom Blick der Passanten fern.
Die Vor- und Nachteile:
- Vorteil: mehr Licht und Distanz zur Straße als im ebenerdigen Erdgeschoss, oft hohe Decken, weniger Einblick von außen, kein weiter Aufstieg.
- Nachteil: Die Stufen am Eingang sind eine Barriere — nicht barrierefrei, ein Nachteil im Alter und für Kinderwagen oder Rollstuhl.
Für Mieter und Käufer: Hochparterre-Wohnungen verbinden den günstigeren Preis der unteren Lagen mit mehr Ruhe und Licht als das reine Erdgeschoss. Wer aber langfristig auf Barrierefreiheit angewiesen ist, sollte die Eingangsstufen ernst nehmen.
