Die lineare Gebäudeabschreibung ist eine Methode zur Berechnung der jährlichen Wertabnahme eines Immobilienobjekts im Rahmen des steuerlichen Anlagenwertverlustes. Sie setzt voraus, dass das Gebäude in regelmäßigen Zeitintervallen, üblicherweise pro Jahr, einen konstanten Prozentsatz an seinem Ursprungs- oder Erwerbswert verliert. Die Abschreibungssätze variieren zwischen 2% und 3%, wobei die Dauer der gesamten Abschreibung zwischen 33 und 50 Jahren liegt.
Diese Methode unterscheidet sich von der degressiven Gebäudeabschreibung, bei der das Verlustmaß in den Anfangsjahren höher ausfällt als im Laufe der Jahre. Die lineare Abschreibung hat generell einen geringeren steuerlichen Vorteil gegenüber der degressiven Methode, da sie ein gleichmäßiges Abnutzungsvermögen annimmt.
Für Vermieter und Immobilieninvestoren ist es wichtig zu beachten, dass die Wahl zwischen linearer oder degressiver Abschreibung bestimmte finanzielle Auswirkungen hat. Eine lineare Gebäudeabschreibung führt normalerweise zu niedrigeren jährlichen Steuererleichterungen im Vergleich zur degressiven Methode, was jedoch durch eine längere Nutzungsdauer und möglicherweise höhere Erträge ausgeglichen werden kann.
Die Anwendung der linearen Gebäudeabschreibung ist in juris des Einkommenssteuergesetzes (EStG) festgelegt. Besonders bei der Berechnung von Steuerbelastungen und Investitionsplanungen sollte daher eine gründliche Berücksichtigung dieser Regelung erfolgen.
