Sanierungsbedürftige Wohnung – Chance oder Risiko?


Die Preise für Häuser und Wohnungen sind in den vergangenen Monaten weiter stark gestiegen. Selbst Menschen mit mittleren Einkommen sind oftmals nicht mehr dazu in der Lage, Wohneigentum zu finanzieren. Ein Objekt, das etwas in die Jahre gekommen ist und eine Sanierung vor dem Einzug nötig hat, tritt als Alternative in Erscheinung. Doch überwiegen tatsächlich die Vorteile beim Kauf dieser Wohnungen? Hier in diesem Artikel wollen wir einen genaueren Blick auf diese Frage werfen.

Ausweg aus hohen Kaufpreisen


Wer sich für den Kauf einer sanierungsbedürftigen Wohnung entscheidet, dessen Interessen sind in der Regel klar: der Kaufpreis soll durch den schlechten Zustand des Objekts möglichst stark gesenkt werden. In der Praxis sind Einsparungen von bis zu 40 Prozent möglich. Der teure Kaufpreis, der sich selbst mit einem Immobilienkredit scheinbar kaum stemmen lässt, wird auf diese Weise abgefedert.

Doch schon im ersten Schritt ist die Kalkulation der Gesamtkosten wichtig. Denn auch die Sanierung schlägt in der Regel mit hohen fünfstelligen Summen zu Buche. Hier ist es wichtig, frühzeitig die Weichen für die Finanzierung zu stellen. Auch staatliche Zuschüsse sind ein probates Mittel, um sich den Kosten zu stellen. Wer gewisse energetische Standards als Maßgabe für die Sanierung heranzieht, ist auf diese Weise dazu in der Lage, die Kosten erheblich zu senken. Summen zwischen 20.000 und 50.000 Euro sind auf diesem Wege zu generieren – pro Wohneinheit. Handelt es sich um ein Objekt, durch dessen Größe eine Nutzung als Mehrfamilienhaus in Betracht kommt, kann sich dieses Mittel ganz besonders lohnen.

Auftrag oder Eigenleistung?


Geht es darum, den Sanierungsfall in ein angenehmes Zuhause für die eigene Familie zu verwandeln, so spielt die Frage nach der Arbeitszuweisung eine wichtige Rolle. Wer sich für die Dienste der Handwerker entscheidet, gibt die Verantwortung für das Projekt weiter und kann sich zumeist auf die Absprachen verlassen. Zugleich steigen jedoch die Kosten, die mit dem Traum von der Sanierung in Verbindung stehen. In dieser Zeit der niedrigen Zinsen bietet sich zumindest die Chance, diesen Effekt durch einen günstigen Modernisierungskredit abzufedern. Speziell für diesen Verwendungszweck sind günstige Darlehen verfügbar, die im Anschluss über mehrere Jahre bequem abgezahlt werden können. Weitere Infos sind hier auf dieser Seite zu finden.

Unterstützung durch Profis


In einigen Bereichen der Sanierung muss zwingend ein Handwerksbetrieb beauftragt werden. Dies gilt zum Beispiel für die Elektrik. Andere entscheiden sich dafür, dessen Dienste flächendeckend in Anspruch zu nehmen, womit allerdings deutlich höhere Kosten verbunden sind. In jedem Fall ist es ratsam, bei umfangreichen Arbeiten nicht nur einen einzigen Betrieb anzufragen. Bei größeren Summen würden auch im geschäftlichen Bereich zuvor größere Ausschreibungen gemacht.

Sobald der Auftrag die Marke von 2.000 Euro im Umfang überschreitet, sollten wir uns die Zeit nehmen, um zumindest zwei verschiedene Angebote in den Blick zu nehmen. Ab einem Volumen von 5.000 Euro und mehr ist es ratsam, mindestens drei verschiedene Betriebe anzufragen. Dies liegt an den erheblichen finanziellen Differenzen, die beim Verhältnis von Preis und Leistung zutage treten können. Wer auf den Vergleich verzichtet, spart damit auf den ersten Blick etwas Zeit. Doch letztlich kann dies einen finanziellen Mehraufwand im dreistelligen oder gar vierstelligen Bereich bedeuten, der leicht zu umgehen gewesen wäre.

Die Eigenleistung


Wer sich für die Eigenleistung entscheidet, hat einen wertvollen Vorteil an seiner Seite. Denn die Kosten reduzieren sich hauptsächlich auf das für die Sanierung benötigte Material. In vielen Fällen ist das Projekt deshalb leichter mit dem eigenen Budget in Einklang zu bringen. Voraussetzung dafür sind der ausreichend gute handwerkliche Fähigkeiten, mit denen verschiedene Arbeiten umgesetzt werden können. Nur geübte Heimwerker sind wirklich dazu fähig, das Projekt in eigener Regie zum Erfolg zu führen.

Wichtig erscheint außerdem der Blick auf den zeitlichen Aufwand, der mit der Sanierung in Verbindung steht. Viele Käufer unterschätzen das Arbeitsvolumen, welches selbst die Sanierung einer mittelgroßen Wohnung mit sich bringt. Hier stellt sich die Frage, ob die Arbeit noch mit Beruf und Familie in Einklang gebracht werden kann. Unterstützende Helfer sind ebenfalls ein wichtiger Teil des Angebots.

Fazit: Vorsicht beim Kauf


Unter dem Strich lässt sich festhalten, dass eine sanierungsbedürftige Wohnung durchaus eine Chance für jene sein kann, die endlich in den eigenen vier Wänden leben möchten. Doch der Kauf bringt besondere Herausforderungen mit sich. Nur Profis können ziemlich genau schätzen, wie groß der Arbeitsaufwand sein wird. Ein zweites und drittes Paar Augen ist deshalb von größter Bedeutung, wenn es darum geht, im Rahmen einer Besichtigung das Verhältnis von Preis und Leistung zu beziffern, das dem Angebot zugrunde liegt.

Das sanierte Objekt vermieten


Die Sanierung einer Wohnung bietet zum einen die Gelegenheit, persönlichen Wohnraum zu schaffen. Besonders in den Städten wären Normalverdiener andernfalls kaum mehr dazu in der Lage, in den eigenen vier Wänden zu leben. Zum anderen kann es sich um einen Weg handeln, um in den Zeiten der niedrigen Zinsen für eine bessere Rendite zu sorgen. Denn klassische Finanzprodukte zur Geldanlage, wie sie zum Beispiel über die Hausbank vertrieben werden, sind in diesen Tagen kaum mehr zum Aufbau einer Rendite geeignet.

Letztlich gibt es zwei unterschiedliche Dimensionen, in denen von einer finanziell lohnenden Entscheidung die Rede sein kann. Zum einen betrifft dies den Wert des Objekts selbst. Durch die erfolgte Sanierung kann der Kaufpreis in einem so erheblichen Maße gesteigert werden, dass nach Abzug aller Kosten ein Gewinn übrig bleibt. Dies gilt ganz besonders dann, wenn einige Arbeiten in eigener Regie durchgeführt wurden. Dieser Effekt kann im Zuge der allgemeinen Preisentwicklung noch weiter verstärkt werden. Wer zu einem späteren Zeitpunkt verkaufen möchte, sieht sich somit einem Gewinn ausgesetzt.

Zum anderen bietet sich die Möglichkeit, das sanierte Objekt nicht selbst zu bewohnen, sondern es Mietern zur Verfügung zu stellen. Darin liegt die Möglichkeit, eine laufende Rendite zu erwirtschaften. In dem Fall fließt ein festes monatliches Einkommen auf das persönliche Konto. Auch die Tendenz der Mietpreise zeigt noch immer klar nach oben, was diesem Projekt zugutekommen kann. Letztlich ist neben dem Zustand der Wohnung vor allem deren Lage dafür verantwortlich, wie hoch die Rendite letztlich ausfällt.

Autoreninfo: Redaktion wohnung-jetzt.de mit freundlicher Unterstützung der swkbank